Halberstadt l Mit dem Jahreswechsel vollzieht sich auch ein Wechsel im Halberstädter Rathaus: Christdemokrat Daniel Szarata löst Andreas Henke (Die Linke) ab. Wie geht es dem Neuen so kurz vor seinem ersten Arbeitstag am Montag, 4. Januar, als Stadtchef? Die Volksstimme hat bei dem 38-Jährigen nachgefragt.

Volksstimme: Herr Szarata, am Montag ist Ihr erster Arbeitstag als Oberbürgermeister. Wie aufgeregt sind Sie?

Szarata: Gar nicht. Voller Vorfreude würde ich eher sagen.

Was werden Sie am Montag als allererstes im Rathaus tun?

Die erste Tagesaufgabe findet gar nicht im Rathaus statt. Noch bevor ich dort hingehen werde, stehe ich den Erziehern in den kommunalen Kindertagesstätten bei. Sie werden sich Corona-Schnelltests unterziehen. Ich musste mich selbst schon mehrmals testen lassen und weiß daher, wie unangenehm das ist. Zwar werde ich nicht jeder Erzieherin die Hand halten, während sie sich testen lassen, aber als moralische Stütze dabei sein.

Welchem Thema werden Sie sich als neuer Oberbürgermeister als erstes widmen?

Dem Haushalt. Wir müssen dringend einen Ausgleich erreichen. Ich möchte so früh wie möglich im Jahr dem Stadtrat einen Haushalt vorlegen. Denn ohne Haushalt können zum Beispiel keine Fördergelder beantragt werden. Kein Haushalt bedeutet Stillstand für die Stadt.

Und welches großes Ziel haben Sie sich sonst noch für 2021 gestellt?

Den Breiten Weg auf den Weg zu bringen. Fördergeld muss beantragt und Ausschreibungen müssen getätigt werden. Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir einen Haushalt haben, daran sieht man, wieso diese Aufgabe Priorität ist. Der Baustart könnte dann 2023 erfolgen. Das ist noch eine lange Zeit bis dahin, und ich würde mir wünschen, dass es früher geschehen könnte, aber es geht ganz einfach nicht schneller.