• Halberstadt war die erste Stadt in Deutschland, die zur Adventszeit einen Weihnachtsbaum im öffentlichen Raum aufstellte. 1921 beschloss der Magistrat der Stadt, eine große Fichte auf dem Martiniplan aufzustellen.

    Der Baum, gut zu sehen vom Breiten Weg, sollte all jene erfreuen, die sich in den Nachkriegsjahren und den Zeiten der Wirtschaftskrise keinen eigenen Baum leisten konnten.

  • Der Weihnachtsmarkt war nicht „schon immer“ auf dem Fischmarkt beheimatet. Vor dem Zweiten Weltkrieg zum Beispiel gab es den Budenzauber auf dem Anger – mit Schlittenfahrten für Kinder und Aalbrötchen, wie sich Stadtchronist Werner Hartmann erinnert. Nach dem Krieg war der Weihnachtsmarkt unter anderem auf dem Domplatz, aber auch auf Holz- und Fischmarkt zu finden.

    In der Altstadt gab es nach der Wende eine kurze Zeit auch um den Baum Bei den Spritzen ein paar Buden.

  • Mit der Entscheidung, den Markt nur noch auf dem Fischmarkt zu veranstalten, hat sich auch die Größe des zu bespielenden Platzes verändert. Der Platz zwischen Ostfassade des Rathauses und Kirschbau umfasst 3408 Quadratmeter. Dazu kommt das Areal zwischen Rathaus und Passage, das sind noch einmal 840 Quadratmeter, die zum Weihnachtsmarkt dazu zählen.

Erstmals schönste Hütte gesucht

  • Bestückt ist der Markt, der zum vierten Mal von dem Halberstädter Unternehmer Jens Ganso organisiert wird, mit „drei Dutzend Buden“. Erstmals wird 2018 die schönste Weihnachtshütte auf dem Weihnachtsmarkt gesucht. Der Wettbewerb soll helfen, die Attraktivität des Weihnachtsmarktes zu erhöhen. „Es muss nicht viel Geld sein, was dafür eingesetzt wird. Ein paar gute Ideen, Kreativität und ein paar kleine Handgriffe genügen manchmal schon, um etwas zu verschönern und anziehender zu machen“, sagt Ideengeberin Christiane Strohschneider von der Halberstadt-Information.
  • Seit einigen Jahren wird der Markt mit den Anschnitt einer Riesenstolle eröffnet.

    Wie von dem Bäckermeister Peter Potratz zu erfahren war, werden dafür in der Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH drei Meterstollen gebacken. „Aber ganz drei Meter lang ist die Riesenstolle nicht, eher so gut zweieinhalb“, verrät Potratz, „wir haben keine so großen Bleche, um einen ganzen Meter Stolle zu backen“.

    Hauptsache ist doch aber, dass das Backwerk schmeckt.

Weihnachtsmann aus Quedlinburg

  • Der Halberstädter Weihnachtsmann wohnt nicht etwa am Nordpol, er lebt in Quedlinburg. Mit bürgerlichem Namen heißt er Kurt Schubert. Weihnachtsmann ist nicht sein erster Beruf – der 67-Jährige hat Kfz-Schlosser gelernt.

    Auf dem Halberstädter Weihnachtsmarkt ist der Bärtige übrigens nicht allein im Einsatz: Er bringt seinen Elf mit. In dem Kostüm steckt seine Ehefrau Erna, mit der seit 46 Jahren verheiratet ist. Die beiden haben zwei Kinder und drei Enkel.

  • Klar, Glühwein- und Bratwurststände gehören auf jeden Weihnachtsmarkt. In Halberstadt gibt es zusätzlich noch eine besondere Bude: die Vereinshütte. Dort bekommen Ehrenamtler die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen und mit den Marktbesuchern ins Gespräch zu kommen.