Corona

Wie geht es weiter mit dem Impfen in Halberstadt?

Die Stadt Halberstadt will ihr Impfzentrum vorerst weiter betreiben. Sie bereitet die Vergabe eigener Termine vor. Doch noch hängt es an den Impfstofflieferungen.

Das Impfzentrum der Stadt Halberstadt ist im Sportland des  Freizeit- und Sportzentrum (FSZ) zu finden.
Das Impfzentrum der Stadt Halberstadt ist im Sportland des Freizeit- und Sportzentrum (FSZ) zu finden. Foto: Sabine Scholz

Halberstadt - Sabine Scholz

Die Aussage am Morgen sei eindeutig gewesen, berichtete Freitagmittag Timo Günther. Es gibt für die kommende Woche keinen Impfstoff für Erstimpfungen im Halberstädter Impfzentrum. Als dessen Leiter stehe er in enger Verbindung mit dem Impfzentrum des Kreises, über das die vom Land zur Verfügung gestellten Impfdosen verteilt werden. „Und es sieht auch für die Folgetage nicht berauschend aus.“

Auf die Frage, wie es dann sein könne, dass zum Beispiel in Blankenburg in dieser Woche freie Impftermine angeboten wurden, verwies Günther auf das Prinzip der Kreisverwaltung, zunächst immer gleich viele Impfdosen pro politischer Kommune zu verteilen. „Da sind natürlich kleinere Kommunen schneller durch als größere Städte wie wir“, so Günther. Aber sicher werde, wenn in den kleinen Orten der Bedarf gedeckt ist, wieder mehr Impfstoff für Städte wie Quedlinburg, Wernigerode oder Halberstadt bereitgestellt.

3500 Zweitimpfung die nächsten elf Tage

Auch wenn es aktuell keine Erstimpfungen gibt, zu tun hat man dennoch im Impfzentrum, das im Sportland des FSZ untergebracht ist. „Wir sind an elf Tagen mit Zweitimpfungen befasst“, erklärte Günther. Allein im Juni seien noch für rund 3500 Menschen Termine vergeben, die ihren zweiten Piks bekommen müssen.

Sobald es wieder Impfstoff gibt, werde die Hotline der Stadt wieder eingerichtet, über die dann Terminvergaben erfolgen. Es brauche sicher ein bisschen Geduld bei den Impfwilligen, aber durch das Einbuchen der Termine laufe dann vor Ort alles reibungsloser. „Wir nutzen das Prinzip der vergangenen Wochen weiter, nur dass das Anschreiben an die Bürger einer bestimmten Altersgruppe entfällt“, erklärte Günther.

Erwarten weiteren Bedarf

Mit Freigabe der Priorisierung könne sich theoretisch jeder, der will, impfen lassen. Aktuell seien die Hausärzte gut dabei, auch Betriebsärzte hätten mit dem Impfen begonnen. „Wie groß dann der Bedarf noch sein wird, ist, werden wir sehen. Aber wir gehen davon aus, dass es weiter Bedarf geben wird“, sagte Günther.

Ein Satz, den auch Oberbürgermeister Daniel Szarata /CDU) betonte. Ihm gehe es aktuell zwar nicht schnell genug voran, aber an der Impfstoffvergabe könne auch er leider nichts ändern. Er hoffe, dass bald ausreichend Vakzine vorhanden sind, damit auch Jugendliche, die wollen, geimpft werden könnten.