Pabstorf l „Ich bin nur die Illustratorin“, sagt Katrin Packebusch, deren Bildern die Reihe „Im Schatten der Hexen“ zieren. Kürzlich ist Band sechs erschienen und ein Ende ist nicht abzusehen. „Die Leute fragen bereits nach dem nächsten Band, die erste Anfrage kam nur wenige Stunden nach Verkaufsstart des neuen Buches.“

Dass sie als Illustratorin ein Teil dieser Hexen-Erfolgsgeschichte ist, kann Katrin Packebusch manchmal noch nicht fassen. „Ich genieße dieses Gefühl ganz bewusst.“ Einen solchen besonderer Moment habe sie zur Präsentation des besagten neuen Buches „Das versunkene Heiligtum“ gespürt. „Das Ganze fand in der Schierker Feuersteinarena statt und wir waren einfach nur baff über die vielen Menschen, die gekommen waren.“ Die weiteste Anreise habe ein Fan aus der Oberlausitz gehabt.

Wanderwege und Theaterstück

Eine moderierte Gesprächsrunde mit vielen Akteuren, die mittlerweile am „Im Schatten der Hexen“-Hype beteiligt sind, habe gezeigt, dass aus einer Idee eine Maschinerie werden kann. Mittlerweile gibt es einen eigenen Wanderweg mit Stempelstellen, thematische Busreisen und eine Minigolf-Anlage. Sogar ein Theaterstück und ein Schulbuch sind entstanden. Besonders viel Freude habe ihr die anschließende Signierstunde gemacht, betont Katrin Packebusch. „Ich weiß nicht, in wie viele Bücher ich an diesem Abend geschrieben habe.“

Ob ihr dieses riesige „Hexen-Abenteuer“ ähnlich viel Freude machen würde, wenn sie sich nicht so ausnehmend gut mit der Autorin Kathrin Hotowetz und Verleger Axel Steinbach verstehen würde, bezweifelt Katrin Packebusch stark. „Es menschelt zwischen uns und das ist bestimmt ein Schlüssel meines Erfolges.“ Ein weiterer sei, dass sie „mit dem Herzen male“. Und genau dieses Gefühl möchte sie nun gern weitergeben. „Ich lade zu einer Zeichenschule ein, bei der jeder mitmachen kann.“ Als Standort habe sie sich für Halberstadt entschieden. Pabstorf sei dann doch zu speziell.

„Wir treffen uns im Hotel Halberstädter Hof und ziehen, so oft es geht, ins Freie.“ Dazu hat sie eine „Atelierkarre“ angeschafft, sodass das Ganze auch viel Spaß verspricht.

Ausbildung in Meißen

Katrin Packebusch ist ausgebildete Porzellanmalerin. „In meiner vierjährigen Ausbildung in der Manufaktur Meißen habe ich alles gelernt, was man zum Zeichnen braucht. „Ich möchte allen, die Lust zum Zeichnen haben, das nötige Fundament oder auch nur den letzten Feinschliff vermitteln.“

Dass der Erfolg als Illustratorin nicht nur ein Segen ist, sondern zwei Seiten hat, bekommt Katrin Packebusch mit jedem neuen Buch der Hexen-Saga mehr zu spüren. „Die Fangemeinde wächst und ich habe viele sehr schöne und nette Begegnungen.“ Allerdings gebe es auch Fans, die sehr anstrengend sein können. Nicht nur, dass es am Wochenende schon mal an der Hoftür klingelt und sich Leute bei ihr umschauen wollen und sich sogar selbst zum Kaffee eingeladen haben. Sie sei von Fans sogar schon bis auf ein Kreuzfahrtschiff verfolgt worden.

Ein recht bizarres Erlebnis hatte Katrin Packebusch auch während einer Buchmesse, als sich eine junge Frau entblößte und eine Illustration aus dem dritten Buch auf die gesamte Rückenfläche tätowiert war. „Packebusch für immer“, so kommentiert die Pabstorferin den Anblick.