Haldensleben l „Man sollte beim Kauf eines Tannenbaums darauf achten, dass dieser aus Deutschland kommt“, weiß Dietmar Schmidt. Seine Tannen stammen aus dem Sauerland und sind größtenteils Nordmanntannen. Fichten kauft kaum jemand, laut seiner Aussage würden von 500 Käufern nur drei Interesse an einem Fichten-Tannenbaum haben. Der große Vorteil der Nordmanntanne: Sie nadelt nicht. Bei ihm geht der Verkauf vom 7. bis zum 24. Dezember.

Auch der 24-jährige Alti Nikolli schätzt die Nordmanntanne als Verkäufer. „Viele Käufer fragen nach der Nordmanntanne, die meisten wollen auch nur so einen Baum kaufen“, weiß er. Trotzdem hat er auch einige Fichten im Angebot, falls jemand mal kein Interesse an einer Nordmanntanne hat. Laut Nikolli bevorzugen viele Käufer Weihnachtsbäume in der Größe zwischen 1,80 bis 2 Metern.

Wie man erkennt, dass ein Baum wirklich frisch ist, erklärt Tannenverkäufer Jürgen Stock. Denn oft kommen sie aus dem Ausland und haben schon eine lange Reise hinter sich. „Man schlägt den Baum einmal kräftig mit dem Stamm auf den Boden. Wenn er dann einen regelrechten See von Nadeln verliert, ist er nicht mehr frisch.“ Mehrere Hundert Bäume verkauft Jürgen Stock jedes Jahr. Er rät: „Nach dem Kauf sollte man den Baum etwas anschneiden und sofort ins Wasser stellen.“ Dass man ihn in Zuckerwasser stellen sollte, hält der 55-jährige allerdings für einen Mythos: „Habe ich noch nie ausprobiert und das hat auch nicht geschadet!“

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Bäume aus Gärtnereien

Zwischen 20 und 80 Euro dürfe eine Tanne kosten, je nachdem, welche Ansprüche man habe. „Die günstigeren Tannen, die es zum Beispiel bei mir gibt, sind natürlich nicht perfekt. Da findet man immer mal einen schiefen Ast. Geht man in eine Gärtnerei und gibt etwas mehr Geld aus, bekommt man dafür auch einen perfekt zugeschnittenen Baum.“ Jürgen Stocks Nordmanntannen sind zwischen sieben und acht Jahre alt, wenn er sie zum Verkauf anbietet.

Noch bis Heiligabend verkauft Mario Landes seine Tannen. Um möglichst lange Freude am Anblick des Christbaumes zu haben, rät er allen seinen Kunden: „Man sollte darauf achten, dass die Tanne unten am Stamm noch nicht verharzt ist. Nach dem Kauf am Besten sofort in Wasser stellen und im Netz lassen, bis man sie reinholt.“ Zudem sei es von Vorteil, den Baum möglichst weit weg von der Heizung zu stellen.

Für alle, die auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum für das schönste Fest im Jahr sind gilt: Bis zum 24. Dezember können auch noch Unentschlossene bei einigen Verkäufern ihre Tanne erwerben. Ob man dann noch den schönsten Baum bekommt, ist aber fraglich.