Oebisfelde l Die Gemäuer beider städtischer Kinderbetreuungseinrichtungen in Oebisfelde sind alt und bedürfen einer ständigen Anpassung an die heutigen hohen Standards. Das war bei der Ortsbegehung der Kindertagesstätte (Kita) Regenbogenland in der Stendaler Straße unter den Teilnehmern vom Bau- und Vergabeausschuss, dem städtischen Bauamt, Ortschaftsrat sowie der Stadtelternvertretung unstrittig. Das Fazit: Beide Kitas sind zu alt, zu eng und nach aktuellen Standards nicht sicher genug.

Die Leiterin der Kita, Petra Adamietz, führte die Runde durch alle Räume, vom Keller bis unters Dach. Bürgermeisterin und Verwaltungschefin Silke Wolf erläuterte dabei die baulichen Möglichkeiten und die bislang bereits erfolgten Maßnahmen, um die Sicherheit der Kita-Kinder, der Erzieherinnen und Besucher unter dem Aspekt des Arbeitsschutzes zu verbessern. Es sind besonders die Dimensionen der Räume und die Deckenhöhen, die nach aktuellen Standards nicht mehr genügen. So wurde mittlerweile veranlasst, dass Stoßkanten im Kellergeschoss wegen der geringen Raumhöhen entsprechend markant gekennzeichnet wurden. Die Erhöhung des Holzgeländers im Treppenhaus soll aber bis zum kommenden März erledigt sein, signalisiert Wolf.

Ein weitaus größeres Problem ist das Vorhalten eines Bewegungsraumes, der nach der Schließung im Keller, nun möglicherweise unters Dach verlagert werden soll. Dass der Bewegungsraum dorthin verlegt werden soll, darüber gab es beim Vergabe- und Bauausschuss jedoch keine einhellige Auffassung. Derzeit müssen die Kita-Kinder für ihre Turn- und Bewegungszeiten auf Wanderschaft gehen. Weil es anders nicht machbar ist, so die Kita-Leiterin, wird in die nahe Krippe ausgewichen. Eng wird es aber, wenn das Wetter nicht mitspielt und alle nur den einen Bewegungsraum nutzen möchten. Auch weitere Umgestaltungsmaßnahmen erfordern mehr als die bereits signalisierte Mithilfe der Elternschaft. Bauliche Veränderungen in den Obergeschossen würden den Einbau eines zweiten Fluchtweges über eine Außentreppe erfordern. Heißt, es müssten Gelder in die Hand genommen werden, was entweder nicht zu finanzieren sein wird, oder dringend an anderer Stelle benötigt wird. Im Verlauf der später im Oebisfelder Burgverbinder fortgeführten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses regte Alexander Harms, Mitglied im Ortschaftsrat Oebisfelde, an, bei einer möglichen, weil erforderlichen Sanierung der Heizungsanlagen in beiden Kitas, zuvor den Rat von den örtlichen Fachfirmen einzuholen, um effektive wie sparsame Ausnutzung zu erhalten. Nach Angaben von Bauamtsleiter Uwe Dietz wurden beide Heizungsanlagen im Jahre 1992 installiert.

Als weitere und sofortige Maßnahme für mehr Arbeitssicherheit soll ein eigener Ausschuss ins Leben gerufen werden, erklärte Bürgermeisterin Wolf. Die erste Sitzung soll bis Ende des ersten Quartals dieses Jahres erfolgen. Weiterhin ist beabsichtigt, Brandschutzhelfer einzuführen. Wie Wolf informierte, wird derzeit geprüft, ob zwei Hausmeister, die die Ehrenämter Stadtwehrleiter und Wehrleiter ausüben, als Brandschutzbeauftragte der Stadt Oebisfelde-Weferlingen fungieren können. Diese Fachkräfte könnten dann auch in den jeweiligen Kitas entsprechend ausbilden und anleiten, so ein Präventionsvorschlag, den die Bürgermeisterin dem Landesamt für Gewerbeaufsicht unterbreitet hat.

Auch soll eine Beurteilung der möglichen und tatsächlichen Gefährdungen unter Berücksichtigung der psychischen Belastungen der Erzieherinnen erarbeitet und dann fortlaufend aktualisiert und dokumentiert werden, lautet ein weiterer Vorschlag.