Bebertal l Glücklich strahlend kommen die Umzügler am Festplatz neben dem Sportplatz in Bebertal an. Hinter ihnen liegt eine Strecke von gut drei Kilometern. Begonnen hat der Marsch am alten Gerätehaus in Dönstedt.

Angeführt wird der Zug von Landrat Martin Stichnoth (CDU), Gemeinde-Bürgermeisterin Steffi Trittel (parteilos) und dem Wehrleiter Thomas Lüdemann. Ganz vornweg marschiert der Ortschafts-Bürgermeister Jens Ruhnke. Dieser nimmt gleichzeitig eine berufliche Verpflichtung als Polizist wahr – das ist sicherlich ein Novum.

Mit dabei sind die Schalmeienkapelle aus Erxleben, etliche Aktive, die jungen Kameraden vom Nachwuchs und zahlreiche Gastwehren. Die Feuerwehrautos lassen immer wieder das Martinshorn erschallen, sodass auch die Bürger an den Straßenrändern lautstark „auf die Ohren“ bekommen. Diese winken den Umzüglern fröhlich zu. „Die gut drei Kilometer lange Umzugstrecke verlangt einiges an Ausdauer“, sagt der Ortsbürgermeister. „Die Strecke von Dönstedt aus über die Veltheimsburg zum Festplatz ist aber für uns normal, da Bebertal ja aus zwei Dörfern besteht und wir möglichst überall präsent sein wollen.“

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Das Vorhaben gelingt den Kameraden ganz gut, denn immer mehr Menschen schließen sich dem Marsch an. So sind es am Ende ganze Familien, die mit auf den Festplatz einlaufen. Hier gibt es die Abschlusszeremonie, bevor sich alle beim Frühschoppen stärken können. Der ist zudem noch musikalisch, denn die Musikanten von der Hörsinger Blaskapelle übernehmen den Staffelstab von ihren Kollegen aus Erxleben quasi nahtlos.

Umzug zum Abschluss

„Der Umzug stellt für uns einen tollen Abschluss der Feierlichkeiten dar“, sagt Wehrleiter Thomas Lüdemann. „Das Fest in einfach fantastisch gelaufen.“ Gestartet in das Jubiläum sind die Bebertaler schon am Donnerstag mit einer Feierstunde. Am Freitag folgte dann ein Discoabend, bevor es am Sonnabend mit einem Orientierungsmarsch in die Vollen ging.

„Die Resonanz der Bevölkerung ist einfach nur grandios zu nennen“, schätzt der Wehrleiter ein. „An allen Tagen hatten wir ein ,volles Haus‘ im Festzelt.“ Die insgesamt zwei Tanzveranstaltungen waren sehr gut besucht. Auch der Familiennachmittag am Sonnabend wurde gut angenommen. „Da haben wir so einiges für unsere jungen Gäste auf die Beine gestellt“, erzählt Thomas Lüdemann. „Außerdem gab es große Unterstützung von freiwilligen Helfern und auch aus den anderen Vereine des Ortes.“

Um die Absicherungsaufgaben kümmerten sich zudem die Mitglieder der gastgebenden Wehr. „Eine Besonderheit sollte man noch hervorheben“, befindet der Ortsbürgermeister. „Damit auch einmal alle in den Genuss der Feierlichkeiten kommen, gab es bei den Kameraden verschiedenen Tagesverantwortliche, die ihre Sache gut gemacht haben.“ Jens Ruhnke gehe davon aus, dass alles wie am Schnürchen gelaufen sei. „Da muss ich dem Wehrleuten eine dickes Kompliment aussprechen. Die lange Planungen im Vorfeld sind wirklich exakt in die Tat umgesetzt worden“, sagt er.

Ähnlich sahen das auch die Ehrengäste. Landrat Martin Stichnoth übergab den Kameraden noch kurz vor dem Start zum denkwürdigen Umzug eine Ehrenurkunde des Landkreises zum 90-jährigen Jubiläum.