Kinder

Apfelbäume werden in Zobbenitz als Mutmacher für den Nachwuchs gepflanzt

Als Zeichen der Hoffnung haben Kinder auf dem Kirchhof in Zobbenitz Apfelbäume gepflanzt. Unter dem Motto „Allen Kindern eine Zukunft geben“ möchte die Kirchengemeinde im Besonderen den jungen Familien ein Gefühl der Verbundenheit mit ihrer Heimat geben.

Von Anett Roisch
Lieselotte Aderholz pflanzt gemeinsam mit Kindern aus Zobbenitz und umliegenden Orten Apfelbäume auf dem Kirchplatz. Nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie sollen die Bäumchen Mut für die Zunkft machen.
Lieselotte Aderholz pflanzt gemeinsam mit Kindern aus Zobbenitz und umliegenden Orten Apfelbäume auf dem Kirchplatz. Nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie sollen die Bäumchen Mut für die Zunkft machen. Foto: Anett Roisch

Zobbenitz - „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Ganz nach diesem Luther Zitat sind junge Bäume ein Symbol der Hoffnung. Der Gemeindekirchenrat Zobbenitz hatte Kinder zum Pflanzen von Apfelbäumen eingeladen.

„Martin Luther hat nicht nur die Bibel übersetzt, sondern er sorgte sich auch um die Kinder. Er forderte die Adeligen auf, allen Menschen - vor allem den Kindern - Bildung zukommen zu lassen“, sagte Lieselotte Aderholz vom Rat der evangelischen Kirchengemeinde Zobbenitz. Sie begrüßte Bewohner von Zobbenitz und umliegenden Orten auf dem Kirchplatz und zeigte, dass an den jungen Bäumen, die gepflanzt werden sollten, schon ganz kleine Äpfel wachsen.

Was wird aus den Früchten?

„Wir lassen uns überraschen, was aus den Früchten wird“, blickte die Zobbenitzerin mit der Hoffnung, dass die Bäume gut anwachsen, voraus. Sie animierte die Mädchen und Jungen, künftig immer mal vom benachbarten Spielplatz nach den Bäumen zu sehen. Die Kinder könnten dann später voller Stolz zurückblicken und verkünden, dass sie die Apfelbäume mit gepflanzt haben.

Auch die ältere Generation begleitete die Pflanzaktion. Eine Frau verriet der Jugend:  „Einen Apfel täglich und keine Krankheit quält dich.“ Ganz nach dieser alten Volksweisheit versprach Lieselotte Aderholz, dass jeder, der beim Pflanzen hilft, nach getaner Arbeit einen Apfel mit nach Hause nehmen darf. Der Apfel sei – nach ihren Ausführungen – das wichtigste Obst der Deutschen. Er sei der König unter dem Obst. Das im Apfel enthaltende Pektin werde als natürliches Andickmittel für Marmelade und Gelee genutzt. Bei den verschiedenen Apfelsorten, die es gibt, sollen die roten Äpfel qualitativ die wertvollsten sein. Hans-Joachim Feilhaber habe ihr geraten, nicht nur Holsteiner Kopf als Sorte zu pflanzen, sondern als Befruchter noch eine zweite Sorte dazu zu nehmen. Feilhaber gab vor Ort den Kindern Tipps, damit die Bäumchen fachgerecht in die Erde kommen. Voller Tatendrang setzten die Mädchen und Jungen die Bäumchen in die Pflanzlöcher. Nachdem die Pflanzen kerzengerade standen und festgedrückt wurden, gab es eine große Ladung Wasser aus den Gießkannen.

Und weil coronabedingt nicht gesungen werden durfte, sagte Lieselotte Aderholz gemeinsam mit ihren kleinen und großen Gästen den Text des Liedes „In meinem kleinen Apfel“ auf.

Angekündigt wurde bereits das nächste Treffen auf dem Kirchhof. Am Donnerstag, 24. Juni, um 18 Uhr soll dort das Johannisfeuer angezündet werden. Wenn es die Abstands- und Hygieneregeln der Pandemie erlauben, werden Bläser die Andacht mit ihrer Musik begleiten.

Pfarrer Rothkirch bringt Gemeinde zusammen

Derzeit findet eine Visitation des Propsteivorstandes im Pfarrverband Calvörde-Uthmöden statt. Die Visitation hat den Zweck, die Gemeinde beziehungsweise den Pfarrverband bei mehreren Treffen näher kennenzulernen. Ein Bericht dazu sei in Zusammenarbeit mit Pfarrer Matthias Rothkirch erstellt worden.  Beschrieben werden darin die Gemeindesituation, die Statistik und das Konzept. Es geht dabei um den Pfarrverband, um das Gemeindeklima und um die Kirchenvorstände mit namentlicher Vorstellung. Thema sind die Gottesdienste und Kindergottesdienste sowie die Konfirmanden- und Jugendarbeit.

Zum Abschluss der Visitation findet am morgigen Sonntag um 15 Uhr ein Gottesdienst in der Sankt Georg Kirche in Calvörde statt. „Dazu sind alle recht herzlich eingeladen“, sagte Heidelore Gödicke vom Calvörder Kirchenrat.