Erxleben l Einen Schritt in Richtung Berufsausbildung konnten am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. September 2018, junge Leute aus den Sekundarschulen Calvörde und Erxleben vorwärts kommen. 20 Ausbildungsbetriebe aus der Region zwischen Grasleben und Haldensleben hatten sich im Erxleber Kulturhaus eingefunden, um mit Berufsanwärtern ins Gespräch zu kommen.

20 Betriebe aus der Region

Die Anregung der Kinder- und Jugendbeauftragten der Verbandsgemeinde Flechtingen, Simone Schulz, die damit den Wünschen ihrer Schützlinge Rechnung trug, fand Anklang. Handwerkliche Ausbildungsberufe wie Tischler, Schlosser oder Koch waren ebenso gefragt wie Informatiker, Industriemachaniker, Mechatroniker, Lageristen, Logistiker, Landwirte, Podologen, Berufskraftfahrer und Verwaltungsangestellte.

Die Schüler hatten sich gut vorbereitet auf ihren Besuch der Ausbildungsmesse. Sie konnten Fragen stellen, die ihren beruflichen Interessen entsprachen. Auch Praktika und Ferienarbeit zum Ausprobieren waren Themen an den Ständen. Dabei gab es immer wieder erstaunte Aussagen, wie vielfältig sich die Ausbildungslandschaft vor Ort präsentiert.

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Von Tischler bis Informatiker

Die Aussteller lobten die jungen Leute als sehr interessiert. „Die Zusammenführung von Schule und Wirtschaft war ein erster Versuch, der uns gut gelungen ist“, meinte Simone Schulz. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst von Franziska Sand, die als Sachbearbeiterin im Leitungsstab der Verbandsgemeinde Flechtingen die Kontakte zu den Unternehmen und Einrichtungen der Region herstellte. Auch die Verbandsgemeinde selbst präsentierte sich mit dem Beruf des Verwaltungsfachangestellten während der Messe.

Wer weiß zum Beispiel, dass im Endlager in Morsleben jährlich drei Auszubildende in zwei bis drei Ausbildungsberufen eine Tätigkeit erlernen können? Oder dass Podologe Bert Krüger aus Weferlingen/Flechtingen gern einen Lehrling im Bereich der Fußpflege einstellen würde? Oder dass ein Berufskraftfahrer bei Emons in Uhrsleben während seiner Ausbildung auch den logistischen und Lagerbereich durchläuft?

Jugendliche sehr interessiert

Arbeitsagentur, Handwerkskammer, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr, die IKK, der Sondermaschinenbau Calvörde, das Mazda-Autohaus Lüders, Firma Redlich, Schloss Altenhausen, Agrargenossenschaft Emden und die Erxleber Apotheke sowie die Sparkasse und die Volksbank, Norddeutsche Natursteinwerke und Rockwool stellten ihre beruflichen Perspektiven und Beratungsangebote vor.

Während am Dienstag vor allem den Schülern der Erxleber Ganztagsschule aus den 8. bis 10. Klassen die Möglichkeit zum Besuch der Ausbildungsmesse eingeräumt wurde, hatte die Verbandsgemeinde am Mittwoch für die Calvörder Sekundarschüler einen Bus gechartert.

Der Dienstagnachmittag, der Eltern und Jugendlichen vorbehalten war, wurde allerdings noch nicht so gut angenommen. Lediglich fünf Familien hatten sich die Zeit genommen, Ausbildungsmöglichkeiten in der Region kennenzulernen.

Jährliche Messe denkbar

„Wir werden unsere Erfahrungen mit der Messe austauschen und dann sehen, was wir künftig anders machen können“, meinte Simone Schulz. Sie könne sich vorstellen, dass im Wechsel mit dem Schulstandort Calvörde jährlich eine Messe stattfinden könnte.

Franziska Sand hofft, dass sich die Ausbildungsmesse etablieren kann, um zu einer Vernetzung beizutragen. So könne der Kontakt zwischen den jungen Leuten und den örtlichen Unternehmen kontinuierlich verbessert werden. Sie sieht in der Nachhaltigkeit eine Chance, zusammenzubringen, was zusammen passt.