Weferlingen l Die Aktiven aus der Interessengemeinschaft Blutspende in Weferlingen können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit ihrer ehrenamtlichen Unterstützung konnten Mitarbeiter des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in diesem Jahr insgesamt 345 Spenden in Weferlingen registrieren. Viermal im Jahr lädt das DRK zum Aderlass ins Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ein.

Der erste Mittwoch im dritten Monat eines jeden Quartals ist für viele Frauen und Männer ein fester Termin im Kalender. Auch für Carla und Dietmar Schrenke aus Behnsdorf. Sie kommen weit mehr als 20 Jahre regelmäßig zur Blutspende. Carla Schenke hat bereits zum 93. Mal von ihrem Lebenssaft etwas abgegeben, ihr Mann zum 86. Mal.

Erinnerung an die erste Spende

Dietmar Schrenke erinnert sich noch gut an seine erste Spende. Er habe damals in Haldensleben gearbeitet, und ein Kollege habe ihn gefragt, ob er mit frühstücken kommen wolle. „Da habe ich natürlich zugesagt, doch dann hat mein Kollege gesagt, dann musst du dich aber erst auf die Pritsche legen. Das habe ich gemacht, und seitdem gehe ich regelmäßig“, erzählt er. Vorher habe er noch gar nicht richtig über das Thema nachgedacht, meint er.

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Die Behnsdorfer fahren gern zum Termin nach Weferlingen, hierher kommen sie fast von Anfang an, hier fühlen sie sich wohl, hier treffen sie immer viele Bekannte, da wird dann auch noch ein bisschen erzählt. „Und mein Mann sagt immer, danach lade ich dich zum Essen ein“, ergänzt Carla Schrenke und lächelt. Gemeint ist natürlich der leckere Imbiss, den die ehrenamtlichen Helferinnen aus Weferlingen für die Spender vorbereiten. Auch wenn sie gern scherzen, wissen beide ganz genau, wie lebenswichtig der halbe Liter Blut sein kann, den sie sich hier abzapfen lassen. Hella Knöchel und Jutta Ilgenstein sitzen in einem zur Anmeldung umfunktionierten Klassenraum und freuen sich über jeden, der zur Tür reinkommt. In der Regel sind das alte Bekannte.

Etwa 90 Frauen und Männer sind in diesem Jahr zu jedem Termin gekommen. Lediglich im zweiten Quartal waren es nur 70. Aber die Sommerzeit ist Urlaubszeit, da wird überall weniger gespendet, wissen sie. Schon bei der Anmeldung gibt es für jeden etwas Süßes zum Mitnehmen.

Gesundheitscheck gehört dazu

Ein weiteres kleines Geschenk können die Frauen und Männer einstecken, nachdem sie sich etwas Blut aus dem Ohr abzapfen lassen haben. Diese Kontrolle wie das Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin geht der eigentlichen Blutspende voraus. Auch diesen regelmäßigen Gesundheitscheck schätzen viele.

Die Frauen in der Küche haben viel zu tun, denn einige Helferinnen können an diesem Tag aus verschiedenen Gründen nicht dabei sein. Doch im Klassenraum, in dem zum Imbiss eingeladen wird, fällt das nicht auf. Das Angebot auf den Tischen ist wie immer reichhaltig und bietet für jeden Geschmack etwas. Zum Abschied gibt es noch eine Apfelsine mit auf den Weg.

Nach drei Monaten – am ersten Mittwoch im März – werden die Klassen- und Vorbereitungsräume im Gymnasium wieder für einen langen Nachmittag bis in die Abendstunden für den guten Zweck umfunktioniert. Bei den Stammspendern steht der Termin nicht nur im Kalender, sie haben ihn längst im Kopf.