Berenbrock l „Der Abriss und Neubau der Sponstegbrücke bei Berenbrock über die Ohre ist zwingend notwendig. Zur Aufrechterhaltung der lückenlosen Erschließung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und Vermeidung unnötiger Umwege der landwirtschaftlichen Transporte, ist die Erhaltung und somit der Neubau der Sponstegbrücke erforderlich. Sie ist das Verbindungsbauwerk der nördlich und südlich gelegenen Flächen“, sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU).

Ein Zuwendungsbescheid vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark zum Abbruch und zum Ersatzneubau der Sponstegbrücke liegt der Teilnehmergemeinschaft „Calvörder Drömling“, deren Mitglied die Gemeinde Calvörde ist, vor.

Bereits 2018 Beschluss von Gemeinderat

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters gab es bereits am 16. Oktober 2018 den Beschluss des Gemeinderates, den Eigenanteil von 48.000 Euro für die außerplanmäßige Auszahlung der Maßnahme „Erneuerung der Sponstegbrücke“ aufzubringen.

Die Ausschreibung der Baumaßnahme erfolgte im Mai 2019. Die Submission für den Brückenbau ist abgeschlossen. Das günstigste Submissionsergebnis von drei Anbietern für den Brückenbau lautet insgesamt exakt 595 006 Euro. Hinzu kommen das Honorar für Ingenieurbauwerke, Tragwerksplanung, Vermessung, Untersuchung der Fundamente und des Baugrundes sowie ein Anteil des Verbandes der Trägermeinschaft.

Eigenanteil der Gemeinde erhöht sich

Hieraus ergibt sich eine Gesamtsumme von 741.789 Euro. Auf Grund der gestiegenen Baukosten erhöht sich der Eigenanteil der Gemeinde Calvörde (10 Prozent Eigenleistungsanteil) auf 74.178 Euro. Die Gemeinde Calvörde hatte für die Brücke bereits einen Eigenleistungsanteil von 43.000 Euro eingeplant.

„Auf dem Konto der Teilnehmergemeinschaft liegt der Eigenanteil der Gemeinde Calvörde von 15.000 Euro für die Brücke Kämkerhorst. Diese Brücke wird aber nicht vor 2022 gebaut. Dieses Geld könnten wir zwischenparken. Die Mittel für die Brücke Kämkerhorst können zurückgefordert und gegebenenfalls für die Spon-stegbrücke verwendet werden“, schilderte Schliephake.

Es fehlen noch etwa 16.500 Euro, die seitens der Gemeinde Calvörde aufzubringen sind. Der Bürgermeister schlug vor, die Mittel für die Planung der Tiefbaumaßnahme für die Velsdorfer Straße zu nutzen. „Die Straßenbaumaßnahme wird nicht vor 2021 stattfinden“, erklärte der Chef der Gemeinde.

Sollte die Gemeinde die Mehrkosten des Eigenleistungsanteils nicht bereitstellen, könnte die Baumaßnahme nicht ausgeführt werden. „Bei der Förderung von 90 Prozent würden erhebliche Fördergelder verfallen. Die Preisexplosion im Bauwesen ist heftig, aber diese Förderung nicht in Anspruch zu nehmen, wäre fahrlässig“, meinte Schliephake. Der Calvörder Gemeinderat beschloss mehrheitlich, die Mehrkosten des Eigenanteils in Höhe von 31.500 Euro für die Maßnahme „Sponstegbrücke“ bereitzustellen.