Colbitz l Mehr als 400 Bürger haben sich am 310. Friedensweg und Ostermarsch der Bürgerinitiative „Offene Heide“ beteiligt. Das Motto lautete „Krieg zerstört Lebenswelt“. Die Bürgerinitiative fordert schon seit Jahren eine zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Die Wanderer sind über fünf Kilometer quer durch Colbitz bis über die B 189 gewandert. Alle Teilnehmer setzten sich mit diesem Marsch für auch für den Erhalt des Friedens ein. „Es werden jährlich mehr Leute, die mitmachen. Friedensbewegung und Umweltbewegung gehen Hand in Hand. Es muss in die Köpfe der Leute, dass der Krieg eigentlich den meisten Schaden an der Umwelt anrichtet. Mit dem Oster- und Friedensmarsch wollen wir darauf aufmerksam machen“, sagte Peter Haese von der Bürgerinitiative.

Die Friedensaktivisten gingen erst durch das Dorf, dann über Waldwege und Felder. Für Aufsehen sorgten die Teilnehmer, da sie die rechte Spur der B 189 entlang liefen. Die Straße wurde auf dieser Seite gesperrt und die Autos wurden umgeleitet. Mit ihren bunten Plakaten und Bannern zogen die Läufer die Blicke auf sich. Mehr als 15 Menschen hielten ein regenbogenfarbenes Banner mit der Aufschrift „Friedensweg“ an sich, hüllten sich damit ein. Auf einem Plakat stand „Tucholsky hat Recht“, was auf dessen Aussage, Soldaten seien Mörder, bezogen war.

Nach dem Marsch konnten die Teilnehmer im Volkshausgarten Live-Musik der Band „Lappalie“ genießen und sich über Initiativen, Organisationen und Unternehmen und deren Engagement informieren.