Colbitz/Letzlingen l Trotz intensiver Oberflächen- und teilweiser Tiefenberäumung tritt auf dem Übungsplatz des Gefechtsübungszentrums der Bundeswehr immer wieder Altmunition an die Oberfläche.

„Besonders die Blindgänger haben es in sich“, sagt Hauptfeldwebel Robert Schmidt. Er hat eine Zusatzausbildung als Feuerwerker absolviert und gehört der Gruppe Truppenübungsplatz an, die ganzjährig den Platz nach alter Munition absucht. Ein solcher Blindgänger, eine sowjetische Panzergranate, wurde kontrolliert am Fundort gesprengt. „Wir Feuerwerker entscheiden, ob die gefundene Altmunition transportsicher oder lediglich handhabungssicher ist“, macht Schmidt den Grund für diese Entscheidung deutlich.

20 Sprengungen im Jahr

Die Panzergranate und mit ihr zwei weitere im unmittelbaren Umfeld werden mit einer Sprengladung versehen und kontrolliert gesprengt. Solche Sprengungen gibt es auf dem Truppenübungplatz etwa 20 mal im Jahr.

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„Allein in diesem Jahr sind bereits 140 Blindgänger aufgefunden worden“, warnt Presseoffizier Oberleutnant Alexander Helle vor den Gefahren auf dem Übungsplatz und untermauert damit das strikte Betretungsverbot für das Gelände.

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