Haldensleben l Lernen im Homeschooling ist nicht für alle Schüler einfach. Da das Jugendfreizeitzentrum erneut seine Pforten schließen musste, hat sich Jugendleiter Michel „Maixie“ Helmecke Gedanken gemacht, wie er beim Homeschooling helfen kann und sich für das Angebot einer digitalen Hausaufgaben-Nachhilfe entschieden.

„Die Idee einer Hausaufgaben-Nachhilfe im Club ist tatsächlich nicht neu“, erklärt er auf Anfrage der Volksstimme. Bereits 2015 gab es dieses Angebot für Schüler. Einmal wöchentlich hätten damals ein sehr engagierter 17-jähriger Schüler und weitere regelmäßige Clubbesucher jungen Menschen bei den Hausaufgaben geholfen. „Das war wirklich eine tolle Sache. Das verlief sich dann im Laufe des Jahres 2016 und die Nachfrage war nicht mehr sehr hoch“, so Helmecke.

Jedoch komme es trotzdem immer wieder im Cluballtag vor, dass sich jemand mit schwierigem Lernstoff an den Club wende. Der Jugendleiter erzählt: „Häufig versuche ich, zu unterstützen.“ Aber meistens würden sich auch andere Clubbesucher einklinken und helfen ebenfalls tatkräftig bei dem herausfordernden Lernstoff. Die gegenseitige Unterstützung der Clubbesucher unabhängig vom Alter und anderen Faktoren sei etwas, das der Jugendleiter immer besonders schätzt. „Da nun der Club zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie eine mehrmonatige Schließzeit durchmachen muss, versuche ich zumindest über digitale Wege zur Verfügung zu stehen, wie mit der Unterstützung bei den Hausaufgaben oder anderem Lernstoff.“

Helmecke versucht, die Hausaufgabenhilfe unkompliziert und pragmatisch zu halten. „Es gibt jede Menge Möglichkeiten, den Stoff miteinander zu besprechen. Falls jemand telefonieren möchte, geht das. Falls ich es jemanden doch besser über Videochat erklären kann, kein Problem“, erklärt er. Die Hürden versuche er so gering wie möglich zu halten. Falls ihm dann doch eine Messenger-App fehle, lade er sich diese einfach herunter. Die technischen Voraussetzungen seien mittlerweile auch kein Problem mehr meint er. „95 Prozent der Jugendlichen besitzen ein Smartphone. Schnell ein Foto von der schwierigen Stelle aus der Hausaufgabe gemacht und samt Sprachnachricht über Whatsapp an den Club geschickt. Das kann doch jeder“, meint er.

In der ersten Schließzeit von März bis Juni 2020 hat Michel „Maixie“ Helmecke nur zwei Anfragen bekommen, bei denen er helfen konnte. „Seit Anfang dieses Jahres mache ich erneut verstärkt auf dieses und anderen digitale Angebote aufmerksam“, berichtet er. Bisher habe sich noch niemand bei ihm gemeldet oder vielleicht auch noch nicht getraut.

Ein paar Tipps zum Lernen hat auch der Jugendleiter: „Ich denke, einer der wichtigsten Tipps fürs Lernen oder auch grundsätzlich fürs Arbeiten von Zuhause ist es, sich feste Zeiten zu setzen.“ Außerdem solle man auch genügend Pausen einplanen, in denen man sich am besten an der frischen Luft bewege, empfiehlt Helmecke. „Aber auch eine feste Zeit für den Feierabend sollte festgelegt werden“, meint der Jugendleiter. So könne man effektiver an einer Sache arbeiten und lasse sich nicht von anderen Dingen ablenken. „Ich finde, so lässt es sich besser abschalten und die Freizeit genießen“, so der Jugendleiter.

Trotz der Kontaktbeschränkungen ist Michel „Maixie“ Helmecke weiterhin über Whatsapp, Facebook und Instagram zu erreichen und bietet beispielsweise nach Absprache Einzel-Spaziergänge an.