Haldensleben l Eine gute Nachricht für Eltern in Krisenzeiten: Die Stadt erlässt ihnen die Kitagebühren. Ab April werden die Beiträge ausgesetzt. Das haben die Verantwortlichen im Haldensleber Rathaus am Freitag entschieden. Zuvor hatte man dort noch gezögert. Die Landesregierung prüft derzeit, ob sie die finanzielle Mehrbelastung für die Kommunen übernimmt. Gestern hieß es jedoch aus dem Rathaus: „Die Stadt Haldensleben wartet nicht länger auf eine Landesregelung“.

Um die Kinderbetreuung müssen sich die Eltern ohnehin gerade selber kümmern. Wegen des Coronavirus hat die Landesregierung angeordnet, alle Kitas und Schulen zu schließen. Die Anordnung gilt seit einer Woche. Die Eltern müssen also auch im Monat März, für den die Beiträge nicht erlassen sind, zwei Wochen auf die Kinderbetreuung verzichten. Die monatlichen Beiträge variieren in Haldensleben zwischen 62 und 171 Euro für Kindergartenkinder, zwischen 66 und 182 Euro für Krippenkinder und zwischen 13 und 78 Euro für Hortkinder.

Notbetreuung bleibt kostenpflichtig

Weiterhin zahlen müssen Eltern, deren Kinder eine Notbetreuung bekommen. Anspruch darauf haben sie etwa, wenn beide Elternteile Mediziner sind, sie also eine wichtige Aufgabe in der Coronakrise erfüllen. Betroffen von der Notbetreuung sind jedoch in allen städtischen Einrichtungen nur insgesamt 13 Kinder, die sich auf vier Kitas verteilen. Neun von ihnen werden in der größten Kita der Stadt betreut, der Kita „Max und Moritz“ auf dem Süplinger Berg. Insgesamt sind 970 Kinder in den drei Schulhorten und sieben Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft gemeldet.

Neben Haldensleben haben auch andere Kommunen im Land angekündigt, die Kita-Beiträge auszusetzen.