Haldensleben l Während andere Städte und Gemeinden bereits ganze Schulen aufgrund positiver Corona-Fälle schließen mussten, blieb die Stadt Haldensleben bisher verschont. Nun mussten mehrere Mitarbeiter und Gruppen der Kita Max und Moritz in Quarantäne, in der vergangenen Woche musste eine Klasse der Evangelischen Sekundaschule aufgrund eines positiven Corona-Falls Zuhause bleiben.

Im Schul-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss kam ein Corona-Fall in der Kita Max und Moritz zur Sprache. Auf Volksstimme-Nachfrage ließ die Stadtverwaltung verlauten, dass es sich bei der betroffenen Person um eine Beschäftigte der Kita handelt. Wie die Mitarbeiter darauf aufmerksam wurden, teilt die Verwaltung nicht mit. Alle Kontaktpersonen, eine Doppelgruppe mit etwa 40 Kindern und die dazugehörigen Erzieher, wurden laut Stadtverwaltung in häusliche Quarantäne geschickt.

Zuvor seien die Eltern der Kinder über den Corona-Fall in den eigenen Reihen informiert worden. Die Einrichtung werde „gemäß den diesbezüglich geltenden Bestimmungen und gemäß den Festlegungen des Gesundheitsamtes“ geführt. Zahlreiche weitere Fragen zur Nachverfolgung der Kontaktpersonen und derzeitigen Corona-Tests der Kinder und Belegschaft ließ die Stadtverwaltung unbeantwortet.

Offener geht die Evangelische Sekundarschule mit einem Corona-Fall um, der bereits am 30. Oktober aufgetaucht war. An diesem Tag wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet, wie Schulleiterin Pia Kampelmann mitteilt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurde die komplette Klasse deswegen in häusliche Quarantäne geschickt. Die Leiterin verfasste außerdem einen Brief an die Eltern und bestückte die Homepage der Schule mit aktuellen Informationen, damit alle Beteiligten auf dem Laufenden bleiben konnten. In der häuslichen Quarantäne wurden die Schüler zwei Mal auf das Coronavirus getestet. Insgesamt acht Schüler der Klasse wurden positiv getestet.

In dieser Woche kehren die Schüler nach und nach in die Klasse zurück. Voraussetzung dafür ist ein negativer Coronatest. „Wir fühlten uns gut vorbereitet auf die Situation und konnten umgehend reagieren“, resümiert Pia Kampelmann. Sie hebt die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt lobend hervor. Natürlich hätten ihre Mitarbeiter auch Sorgen gehabt, doch es galt, professionell zu reagieren.

Im Zuge eines künftigen Impfstoffes hat das Land Sachsen-Anhalt geplant, in jedem Landkreis ein Corona-Impfzentrum einzurichten. Bis zum Jahresende sollen 14 solcher Zentren entstehen. Wo dieses im Landkreis Börde eingerichtet werden könnte, hängt laut Kreis-Pressesprecher Uwe Baumgart von den Anforderungen ab, die an ein solches Impfzentrum gestellt werden. Es liege jedoch in der Hand des Landes, geeignete Immobilien zu finden.