Haldensleben l Ein kleines bisschen mehr Hoffnung bringen die vorhandenen Impfstoffe in die trostlose Zeit im Lockdown. Optimistisch blicken auch die Stadt, Kulturfabrik und Vereine in die Zukunft. Sofern sich die Situation der Corona-Pandemie verbessert und wieder Veranstaltungen stattfinden dürfen, können sie loslegen. Ein Überblick:

1. Klassiker Altstadtfest und Sternenmarkt geplant:
Der neue Kulturkalender der Stadt mit Festen, Kunstausstellungen und Konzerten ist frisch gedruckt und auf der Homepage verfügbar. Zwar fallen die ersten Veranstaltungen dem verlängerten Lockdown zum Opfer, aber dennoch ist Astrid Seifert, Leiterin der Kulturabteilung, positiv gestimmt. „Wir hoffen das Beste. Sobald wir wieder Veranstaltungen machen dürfen, finden diese auch entsprechend dem Kulturkalender statt“, erklärt sie.

Fest stehe, dass bei einer Entspannung der Corona-Lage, die traditionellen Höhepunkte wie das Altstadtfest, der Sternenmarkt mit der Eisbahn der Stadtwerke, das Gertrudium oder die Hundisburger Sommermusikakademie stattfinden sollen, berichtet Seifert.

Zum zweiten Mal sollen dieses Jahr „Die besondere Note“ im Weißen Garten, aber auch das Kleinkunstfest ausgerichtet werden. Einige Veranstaltungen sollen ins Freie verlagert werden. „Das lässt uns hoffen, dass wir die Veranstaltungen durchführen können“, so Seifert. Dafür könnten die bereits bestehenden Hygienekonzepte aus dem vergangenen Jahr genutzt werden, falls dies nötig sein solle, erklärt die Mitarbeiterin der Stadt.

2. Kulturfabrik plant neue Formate:
Einige Veranstaltungen der Kulturfabrik finden sich ebenfalls im Kulturkalender. „Das Jahr 2021 wird viel aus Verschiebungen von 2020 bestehen. Der Frauentag mit Sekt-&-the-City will nachgeholt werden oder die Travestie steht bereit“, teilte Kulturfabrikleiterin Janina Otto mit. Aber auch der ursprünglich für April 2020 geplante kulturelle Höhepunkt der Serie „JazzLounge“ mit der Hamburger Jazz-Gruppe „NuHussel Orchestra“ werde am 17. September fortgeführt.

Durch die vergangene Zeit mit der Schließung von Kultur- einrichtungen habe sich das Spannungsfeld „Isolation im Zimmer vs. Gemeinschaft im öffentlichen Raum“ offenbart. Deshalb habe sich die Kulturfabrik die Frage gestellt, wie man die Zuschauer wieder in den Veranstaltungssaal locken könne. Ein Lösungsansatz sei, dass die Gäste mehr selbst zum Akteur werden, so Otto. Sie hält fest: „Ich bin überzeugt davon, dass wir mehr Formate brauchen, in denen der Gast zum Protagonisten wird: als Diskussionspartner, als Musiker oder Künstler.“ In der Kunstgalerie seien schon seit Jahren regionale Künstler zu Gast, was zu mehr Besuchern führe.

Deshalb sollen die bewährten Programme wie Kabarett, Theater oder Konzerte ergänzt werden, so Otto. „Es geht nicht nur um das reine Konsumieren von Inhalten, sondern auch um aktives sich Einbringen, um Mitmachen. Es gibt schon Arbeitstitel und Konzepte“, berichtet Otto über die Arbeit in der Kulturfabrik.

3. Viele Ideen in der Stadtbibliothek:
In der Stadt- und Kreisbibliothek Haldensleben laufen die Planungen für das neue Jahr, wie die Leiterin Angelika Ermel mitteilte.

So soll im Oktober in Zusammenarbeit mit dem Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium ein „Star Wars Reads Day“ für Familien stattfinden. Zudem sollen kleine Veranstaltungsreihen, wie eine Vorlesezeit für die jüngsten Leser donnerstags um 16 Uhr, stattfinden. Dabei solle ein wechselndes, buntes Programm aus dialogischem Lesen, Erzähltheater oder Bilderbuchkino angeboten werden, so Ermel. Regelmäßige Angebote wie das Büchersofa, der Kreativtreff oder Schach sollen ebenfalls wieder stattfinden, sobald es eben möglich ist.

4. Vereine stehen in den Startlöchern:
Die Haldensleber Vereine haben ebenfalls schon einiges an Planungsarbeit für das kommende Jahr hinter sich. So steht bei Khepera die Planung für das Altstadtfest. „Wir haben ja im letzten Jahr schon viel geplant und holen das dieses Jahr nach“, erklärt Vereinsvorsitzender Sebastian Penke. Zudem stünden das Lebenswertfest sowie Baumschneide-Workshops auf der neu angelegten Streuobstwiese auf dem Plan.

Stefan Oldenburg vom Verein „Wir für euch“ sagt: „Der Sternschnüppchenmarkt musste ja im letzten Jahr ausfallen. Deshalb wollen wir nach dem Lockdown als Ersatz eine kleine Feier organisieren.“ Aber auch ein Streetfoodmarkt anlässlich des Jacobimarktes, die Weinmeile sowie der Sternschnüppchenmarkt im Winter seien geplant. Nach dem Lockdown werde zudem neu getagt, um weitere Aktionen zu planen, um wieder mehr Leben in die Innenstadt zu holen.