Haldensleben l Eine positive Einwohnerentwicklung hat Haldensleben im vergangenen Jahr genommen. Wenngleich es keine großen Sprünge gab, sondern eher einen Mini-Schritt: Vier Personen waren Ende 2020 mehr in der Stadt gemeldet als zu Jahresbeginn. Damit kletterte die Einwohnerzahl innerhalb der vergangenen zwölf Monate von 19.662  auf 19.666.

166 Geburten standen im vergangenen Jahr 308 Sterbefällen gegenüber. Dagegen zog es mit 1013 deutlich mehr Menschen nach Haldensleben und in die Ortsteile als umgegekeht: 867 Menschen verließen 2020 das Stadtgebiet.

Die Kernstadt selbst hat drei neue Einwohner hinzugewonnnen, womit Ende 2020 16.498 Menschen hier lebten. Dabei sind die Frauen deutlich in der Überzahl. Während ihre Zahl mit einem Plus von 50 auf 8355 zunahm, geht die Entwicklung bei den Männern in die entgegengesetzte Richtung. Ihre Zahl sank um 47 auf 8143.

Hundisburg ist der größte Ortsteil

Einwohnermäßig bleibt Hundisburg der größte Haldensleber Ortsteil. Auch er nahm im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung. Die Statistik weist Ende 2020 drei Einwohner mehr aus als zum Jahresbeginn, die Einwohnerzahl stieg auf 868. Auch hier hatte es mehr Zu- als Wegzüge gegeben, die Geburten und Sterbefälle hielten sich mit jeweils sieben die Waage.

Auch der Ortsteil Süplingen hat eine positive Einwohnerentwicklung vorzuweisen. Hier lebten zum Stichtag 31. Dezember 2020 mit 725 Einwohnern genau vier mehr als am 1. Januar 2020. Zehn Einwohner sind im Laufe des Jahres verstorben, weitere zehn sind weggezogen. Ein Neugeborenes und 23 Zuzüge brachten Süplingen aber wieder auf die Plus-Seite.

13 Einwohner mehr kann Wedringen verzeichnen, die Zahl stieg von 572 auf 585. Hier standen im vergangenen Jahr einer Geburt sechs Sterbefälle gegenüber. 72 Personen hat es im Lauf des vergangenen Jahres dauerhaft nach Wedringen gezogen. 55 dagegen verließen den Ortsteil.

Den größten Einwohnerverlust hatte 2020 Uthmöden zu verzeichnen. Hier lebten zum Ende des Jahres noch 428 Menschen, zu Beginn waren es 445. Drei Geburten und acht Sterbefälle verzeichnet die Statistik für den Ortsteil. Allerdings kehrten 18 Uthmödener ihrem Wohnort den Rücken, während nur sechs neue Einwohner dazukamen.

Nicht ganz so stark wie in Uthmöden ist auch in Satuelle die Einwohnerzahl gesunken – von 399 auf 393. Keine Geburt, fünf Sterbefälle und 13 Wegzüge sind der Hauptgrund dafür. Zwölf Menschen hatten sich dafür entschieden, ihren Lebensmittelpunkt in Satuelle zu suchen.

Bodendorf konnte im Laufe des vergangenen Jahres zwei neue Einwohnerinnen hinzugewinnen. Im selben Zeitraum verließ ein Bodendorfer seinen Heimatort. Da sich Geburten und Sterbefälle mit jeweils zwei die Waage hielten, standen unterm Strich 141 Einwohner am letzten Tag 2020 zu Buche – einer mehr als am 1. Januar.

Zuwachs gab es zudem in Hütten. 16 Einwohner verzeichnete die Statistik zum Jahresende. Ein Mann und eine Frau sind in den kleinen Ort gezogen. Wegzüge, Geburten und Sterbefälle gab es 2020 in Hütten nicht.

Auch Neuglüsig gewann eine Einwohnerin hinzu und ließ die Einwohnerzahl auf zehn steigen. Wie auch in Hütten gab es in Neuglüsig im vergangenen Jahr keine Wegzüge, Geburten und Sterbefälle.

Unverändert blieb die Entwicklung im kleinsten Haldensleber Ortsteil. Nach wie vor leben in Lübberitz eine Frau und ein Mann.

Ausländerquote liegt bei 7,6 Prozent

Von den 19 666 Einwohnern, die Haldensleben Ende 2020 hatte, waren 1494 Ausländer (7,6 Prozent), davon 693 EU-Ausländer. Ihre Zahl war im Laufe des Jahres um 80 Personen gestiegen, vorrangig durch Geburten (28) und Zuzüge (359). 305 Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft haben während des Jahres 2020 Haldensleben wieder verlassen. Der Großteil der Ausländer lebte zum Stichtag in der Kernstadt, nämlich 1429. In Hundisburg lebten 5 ausländische Mitbürger, in Satuelle 2, in Süplingen 15, in Uthmöden 8, in Wedringen 34 und einer in Hütten.

Von den zum 31. Dezember 2020 im gesamten Stadtgebiet Haldensleben gemeldeten 18.712 deutschen Einwohnern besitzen 339 die doppelte Staatsbürgerschaft.