Elektroladestationen im Städtevergleich

Haldensleben: fünf in Betrieb / sieben weitere geplant;

Magdeburg: 19, davon eine von der Stadt betrieben, Rest von Firmen / offiziell keine weiteren geplant;

Oschersleben: eine (Avacon) / konkret keine weitere geplant;

Salzwedel: drei öffentliche und weitere bei Unternehmen / keine weiteren geplant;

Schönebeck: keine für Pkw, eine für E-Bikes;

Stendal: eine öffentliche und weitere bei Autohäusern / eine in Planung;

Wanzleben: keine / auch keine geplant;

Wolmirstedt: keine / eine geplant.

Haldensleben l „Das ist unser Beitrag zur ,smart City‘“, erklärt Reiko Freier das Vorhaben der Stadtwerke Haldensleben, die Kreisstadt mit weiteren sieben Elektroladesäulen für E-Autos ausrüsten zu wollen. „Zum einen ist Ernergieversorgung unsere Stärke, zum anderen leistet E-Mobilität auch einen direkten Beitrag zum Klimaschutz.“

Den haben sich die Stadtwerke schon seit geraumer Zeit auf die Fahnen geschrieben und mit dem Aufbau von bislang drei Elektroladestationen in Haldensleben einen Anfang gemacht. Dort lassen sich Elektroautos mit Strom betanken, auch E-Bikes können – zumindest am Bahnhof – aufgeladen werden.

Beitrag zur Smart City

Nun soll das „Stromtankstellenetz“ weiter ausgebaut werden. Sieben weitere Normal-Ladesäulen wollen die Stadtwerke bis Mitte Dezember in Haldensleben und Hundisburg errichten (siehe Grafik). „Aufgrund des Ladeinfrastrukturkonzeptes des Landes Sachsen-Anhalt haben wir den Bedarf ermittelt“, begründet Stadtwerke-Geschäftsführer Detlef Koch die Anzahl.

In der Realität sehen die Zahlen in Sachen Elektromobilität aber eher ernüchternd aus. Von den insgesamt 176.325 im gesamten Landkreis zugelassenen Fahrzeugen sind lediglich 97 Elektroautos. In ganz Haldensleben sind es gerade einmal 6. Doch Detlef Koch setzt auf die Zukunft. „VW zum Beispiel will zum Jahr 2020 eine große E-Flotte am Start haben.“

Ende 2018 betriebsbereit

Auch Reiko Freier ist überzeugt, dass die Anzahl der E-Autos steigen wird: „Wir setzen ja nicht nur auf die Fahrzeuge vor Ort, sondern auch auf die, die von außerhalb kommen.“ Deshalb seien die Standorte für die neuen Ladesäulen auch ganz gezielt ausgesucht worden. „Es sind jeweils Standorte, die hoch frequentiert sind, wo Menschen längere Zeit bleiben, wo Kultur und touristische Ziele in der Nähe sind, wo Menschen einkaufen und ihre Freizeit verbringen“, nennt er die Auswahlkriterien.

Die Stadtwerke selbst haben bislang noch eine überschaubare E-Auto-Flotto – neben zwei Firmenwagen gehört dazu auch ein Elektroauto als Mietwagen. „Wir wollen aber nach und nach umrüsten“, unterstreicht Koch, der auch beim Leihwagen noch nicht das volle Potenzial ausgeschöpft sieht. „Er könnte besser laufen“, wünscht er sich.

Standorte gezielt gewählt

49.000 Euro kosten die neuen Ladestationen, die zur Hälfte vom Land Sachsen-Anhalt gefördert werden. Bis zum 14. Dezember sollen sie am Netz sein, planen die Stadtwerke. „Von zwei Schnellladesäulen haben wir vorerst Abstand genommen“, führt Reiko Freier weiter aus. Ihr Aufbau war ebenfalls geplant, doch aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Herstellers könne der in der Förderrichtlinie vorgegebene Zeitraum nicht gehalten werden, sagt er.