Weferlingen l Ein Gebäudebrand hat die Freiwillige Feuerwehr Weferlingen und weitere neun hinzugeeilte Feuerwehren aus dem Umland in der Nacht zu Sonntag in Atem gehalten.

„Wir wurden um 22.50 Uhr mit der Meldung ,Feuerschein im Grund‘ alarmiert“, berichtete Weferlingens Wehrleiter Matthäus Barnstorff. Diese Meldung entpuppte sich doch schon wenige Minuten später nach dem Eintreffen der Feuerwehr als ein Gebäude- und Stallbrand in der Heinrich-Heine-Straße. In einem leerstehenden Gebäude hatte augenscheinlich ein Obdachloser Schutz vor der Kälte gesucht.

Der war beim Eintreffen der Feuerwehr allerdings schon aus dem Gebäude heraus und wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst zur Behandlung übergeben.

Rund 100 Einsatzkräfte hatten in dem verwinkelten, mit Asbestdach, alter Dachpappe und mehreren Zwischendecken verbauten Gebäude alle Hände voll zu tun, auch, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Ein Weferlinger Feuerwehrmann erlitt während des Löschens leichte Verletzungen am Rücken und musste behandelt werden.

Die Grasleber Feuerwehr rückte mit ihrem Hubretter an, die Oebisfelder Kameraden mit dem Drehleiterfahrzeug. Außerdem halfen die Ortswehren aus Döhren, Hödingen, Hörsingen, Klinze, Ribbensdorf, Schwanefeld und Walbeck bei der Bekämpfung des Feuers.

Schwierige Löscharbeiten

Aufgrund der schwierigen Löscharbeiten wurde der Gerätewagen des Landkreises Börde geordert, um die Atemschutzgerätetechnik zwischendurch tauschen zu können. Mehrere Kameraden rückten mit schwerem Atemschutzgerät mehrfach in das Gebäude vor, bis die Flammen bekämpft waren.

Die Kameraden hatten nicht nur mit dem Feuer, sondern auch mit den beengten Verhältnissen vor Ort zu kämpfen, berichtete Wehrleiter Matthäus Barstorff. Schon die Aufstellung der Löschfahrzeuge und Gerätschaften barg eine große Herausforderung in den engen Straßen.

Die Weferlinger Feuerwehr konnte ihren Einsatz gestern früh gegen 6 Uhr zunächst für beendet erklären, nahm jedoch um die Mittagszeit noch einmal eine Kontrolle mittels Wärmebildkamera vor, um eventuell vorhandene Glutnester entdecken zu können, berichtete Matthäus Barstorff.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.