Haldensleben l Kurz vorm Jahresende ist Post aus dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in das Haldensleber Rathaus geflattert: Die Stadt kann sich gleich über ein ganzes Paket an Fördermittelbescheiden für verschiedene Bau- und Sanierungsvorhaben freuen. Das Geld – insgesamt rund 1,9 Millionen Euro – fließt aus unterschiedlichen Programmen des Landes zur Städtebauförderung. So sind laut Denise Vopel von der Pressestelle des Landesverwaltungsamtes allein rund 1,1 Millionen Euro für Maßnahmen im Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ freigegeben worden. Diese kommen verschiedenen Vorhaben zugute, darunter beispielsweise die Fassadensanierung der Grundschule „Otto Boye“.

Stadt beginnt 2019

Projektträger der Sanierung ist die Stadt Haldensleben selbst, insgesamt kostet das Vorhaben 264.495 Euro. Das Land hat nun Fördermittel von 176.330 Euro bewilligt. Die Umrüstung auf LED-Technik im Bereich Haldensleben-Süd soll in den Jahren 2020/21 angegangen werden und kostet 168.000 Euro, das Land gibt dazu eine Förderung von 112.000 Euro.

Rund 600.000 Euro, so berichtet Denise Vopel, fließen aus dem Programm „Soziale Stadt“ in die Kreisstadt der Börde. Mit insgesamt 254.333 Euro werden in diesem Rahmen die Wohnungsbaugesellschaft sowie die Wohnungsbaugenossenschaft Roland bezuschusst, die sich gemeinsam die energetische Sanierung der Wohnblöcke 4 bis 19 am Waldring auf die Fahnen geschrieben haben. Insgesamt kostet dieses Vorhaben 368 000 Euro. Auch die Neugestaltung des sogenannten Hügelspielplatzes auf dem Süplinger Berg fördert das Land durch das Programm „Soziale Stadt“ mit 23.327 Euro, die Gesamtkosten liegen hier bei 34.990 Euro.

Geld gibt es außerdem aus dem Programm „Stadtumbau Ost – Aufwertung“. Damit solle zum Einen der Koloniegraben an der Alsteinstraße saniert werden, wie Pressesprecher Andreas Radeck von der Stadt Haldensleben mitteilt. Die Kosten liegen hier bei 315.000 Euro, eine Förderung von 131.000 Euro wurde bewilligt. Zudem sollen die Sportfreiflächen neben der Sporthalle am Dammühlenweg für 180.000 Euro saniert werden, Fördermittel von 120.000 Euro stehen hier zur Verfügung.

„Vor 26 Jahren wurde die Städtebauförderung mit ihren verschiedenen Förderprogrammen auch in den neuen Bundesländern eingeführt und entwickelte sich hier zum wohl größten Förderprogramm in der Geschichte Sachsen-Anhalts“, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye bei der Unterzeichnung der Bescheide. Gemeinsam mit dem Bund und der EU habe das Land seit 1991 mit den Programmen der Städtebauförderung rund 3,3 Milliarden Euro für die Finanzierung von Investitionen in den Kommunen bereitgestellt.

Die Kommunen haben für die Umsetzung der jeweiligen geförderten Projekte fünf Jahre Zeit. In Haldensleben beginnen viele der durch die Städtebau-Programme bezuschussten Sanierungs- und Baumaßnahmen aber bereits im kommenden Jahr 2019.