Born l Zum Forum hatten Christoph Glase vom Bürgerverein Born, Romy Staufenbiel von der Bürgerinitiative Westheide und Gemeinderat Lorenz Czech eingeladen.

Einwohner von Born hatten im Vorfeld sie interessierende bedeutungsvolle Themen aufgegriffen. Diese mündeten in einem umfangreichen Fragenkatalog, den zu beantworten Landrat Martin Stichnoth (CDU), Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU), Westheidebürgermeister Hans Hirche (CDU) sowie Vertreter aller Parteien des Kreistages in Born angetreten waren. Um Chancengleichheit aller Beteiligten für die zweieinhalbstündige Veranstaltung zu wahren, gestand Moderator Tilo Garlipp, Partnerschaft für Demokratie, ihnen eine einheitliche Redezeit von eineinhalb Minuten zu.

Zur Sprache kamen unter anderem die Entwicklung der Finanzausstattung der Gemeinde Born, geplante Mittel und Investitionen für 2019 und ein Entwicklungskonzept. Gleich zu Beginn entwickelte sich in der vollbesetzen Sporthalle ein Dialog zwischen Thomas Schmette und Christoph Glase. Glase mache sich Sorgen um die finanzielle Rücklage für die Gemeinde. Mit dem Haushalt, dem die Gemeinde zugestimmt habe, lasse sich seiner Ansicht nach nicht nachhaltig wirtschaften. Dem hielt Schmette entgegen, dass ab 2020 die Steuerkraft wieder zunehmen und sich auch auf die Westheide positiv auswirken werde.

Gemeinde kann profitieren

Inwieweit die Gemeinde Westheide profitiere, wenn über den Landkreis Fördermittel gezogen werden, wollte der Bürgerverein wissen und zielte auf die Kreisumlage ab. Der Kreistag habe gegen eine Erhöhung gestimmt, stellte Martin Stichnoth klar. „Diese Entscheidung habe ich zu akzeptieren. Wir erheben die Kreisumlage, um damit unsere Aufgaben zu erfüllen.“ Sie nicht zu erhöhen, gehe zu Lasten von Projekten. Der Landkreis habe unter anderem Sekundar- und Förderschulen und Kreisstraßen zu unterhalten. Dafür werde ebenfalls Geld benötigt. Das aktuelle Investitionsdefizit an den Objekten, hauptsächlich Schulen, betrage rund 90 Millionen. Für die Kreisstraßen seien es 50 Millionen, nannte Stichnoth einige Zahlen.

Die Einwohner der Westheide brachten dann das Radwegeprojekt entlang der Bundesstraße 71 ins Gespräch. Wie könne der Landkreis darauf einwirken, dass Radwege zwischen Neuenhofe und Haldensleben oder Born und Haldensleben gebaut werden. Martin Stichnoth erinnerte an den vor zwei Jahren erfolgten Aufruf an die Gemeinden zur Erstellung eines Radwegekonzeptes, um Bedarfe zu ermitteln. Die Interessenvertreter vereinbarten, gemeinsam Lösungen für die Schaffung von Radwegen zu finden und Born in den Radwegeplan mit einzubeziehen. Zum Thema schnelles Internet wurde in der Runde noch einmal um mehr Interesse am Breitbandausbau geworben.

Fazit des Bürgerdialoges ist, miteinander im Gespräch zu bleiben. Das haben alle Beteiligten bekräftigt und sich zahlreiche Hinweise und Informationen in ihre Notizbücher geschrieben. Tilo Garlipp stellte vorab die Möglichkeit eines zweiten Treffens in Aussicht.