Hörsingen l Zeitgemäß Angehörige bestatten, das bedeutet heute nicht selten anonym oder teilanonym beigesetzt zu werden. Große Familien-Grabflächen nehmen seit Jahrzehnten auf den Friedhöfen ab, der Trend geht in Richtung wenig Pflegeaufwand. Oft sind die Angehörigen ohnehin nicht in der Region zu Hause, müssten lange Wege zurücklegen.

Auf vielfachen Wunsch haben Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer und sein Ortschaftsrat dieses immer häufiger geäußerte Anliegen für den Friedhof in Hörsingen aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Und auch wenn die Fläche dafür noch nicht gesondert abgegrenzt ist, können bereits Bestattungen in teilanonymer Art angemeldet werden, sagt Peter Schorlemmer.

Jeder Beigesetzte erhält dabei nach einem festen Schema eine gleich große Platte mit namentlicher Inschrift. Auf amerikanischen Friedhöfen sieht man diese Form der Beisetzung häufiger.

Namentliche Erwähnung

Im Gegensatz zur anonymen Bestattung, wo die Hinterbliebenen nicht wissen, an welcher Stelle die Urne ins Erdreich eingelassen wurde, gibt es hier also einen konkreten Ort und eine namentliche Erwähnung des Verstorbenen.

„Wer Blumen auf so einer Grabplatte niederlegt, muss sie aber auch wieder entsorgen“, wies der Ortsbürgermeister auf die Friedhofsordnung hin. Diese Arbeit könnten die Gemeindearbeiter langfristig einfach nicht leisten. Die Friedhofssatzung regele die Rechte und Pflichten der Angehörigen genau. Leider werde immer wieder vergessen, dass auch das Beräumen verwelkten Grabschmucks dazu gehört.

Über die geplante Abgrenzung der Fläche für teilanonyme Bestattungen könne das Feld bereits genutzt werden, so der Ortsbürgermeister, den immer wieder mal Fragen zum Thema erreichen.

Über den Sachbereich Friedhöfe der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen könnten alle Fragen dazu geklärt werden, derzeit am besten telefonisch oder per E-Mail.