Emden l Zu Fuß durch die trockene Prärie der Emdener Dorfstraße zog es die Teilnehmer bei der Dorfrallye 2019 des örtlichen Freizeitvereins. Gar kein bisschen abergläubisch wurde die 13. Auflage des regional einzigartigen Wettstreites unter das Motto „Cowboy und Indianer“ gestellt. „Ich hoffe, dass trotz der 13 alles gut klappt“, sagte Vereinschefin Simone Sommer, die am Start in Böckers Scheune die Teilnehmer mit weiteren Helfern auf die Reise schickte und auch wieder in Empfang nahm.

An zwölf Stationen im Ort, einfallsreich betreut von den jeweiligen Anwohnern, mussten Aufgaben gelöst werden, wobei es keine Rolle spielte, wie groß die Gruppen waren und in welchem Alter die Teilnehmer. Die Aufgaben waren in Anlehnung an das Motto aus dem Leben der Cowboys und Indianer gewählt worden.

Mit Pfeil und Bogen geschossen

Da wurden zum Beispiel mit Pfeil und Bogen geschossen, Gold geschürft, „Suppe“ gekocht, das Lasso geworfen, ein Marterpfahl errichtet, an einer Feuerstelle geschätzt oder getrommelt. Längst sind es nicht mehr nur die Einheimischen, die Emden bei den alljährlichen Spielen zu Fuß unsicher machen. Die Originalität der Rallye hat sich herumgesprochen, viele Gruppen und Familien reisen extra an, um teilnehmen zu können.

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Die Auswertung erfolgte gleich im Anschluss im Rahmen eines geselligen Beisammenseins in der Scheune. Bei den Kindern gewann Jakob Horsika (42 Punkte) vor Mia Rochlitzer (41) und Jona Wende (40), der sich im Stechen gegen den punktgleichen Sören Wienecke durchsetzte. Die Altersgruppe der Jugendlichen entschied Leon Freitag (44) für sich, gefolgt von Nico Garnatz (39) und Jonathan Grahn (32). Mit 47 Punkten beherrschte Karsten Bage die Erwachsenenkonkurrenz vor Kristin Köhn (43) und Maik Goneuer (43). Bei der Teamwertung holte sich „Scheeffee“ (134) den 1. Platz. Es folgen „Erxeimer“ (133), „Brennkessel“ (133) und die „Thekentruppe“ (130).

Eines vereinte auch in diesem Jahr wieder alle Teilnehmer: Sie hatten viel Spaß, ihr Wissen und Können unter Beweis zustellen, auch wenn bei vielen Aufgaben eine Portion Glück dazu gehörte. Und die abergläubische 13 konnte der diesjährigen Fußgängerrallye nichts anhaben.