Calvörde l Die Erstellung des Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (IGEK), das die Verbandsgemeinde Flechtingen in Auftrag gegeben hat, war Thema der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, der in Calvörde tagte.

Ende September gab es einen Rundgang durch die Ortsteile der Gemeinde Calvörde. „Der Zeitplan für die Tour wurde bei der vorherigen Zusammenkunft des Gemeinderates angezweifelt, aber er war eine Punktlandung. Wir haben 9 Uhr begonnen und waren 16.15 Uhr fertig. Wir waren in allen Orten präsent und gut aufgestellt“, schilderte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU).

„Wir befinden uns jetzt im Abschluss und so in der finalen Phase der grundlegenden Erfassung aller Daten. Dazu dienten auch die Ortsrundgänge, die Sie – also die Gemeinderäte und Ortsteilbeauftragten – ja zum Teil mit begleitet haben. Das wird jetzt im Rahmen von Protokollen zusammengestellt und Ihnen dann zur Verfügung gestellt“, erklärte Verbandsgemeindebürgermeister Mathias Weiß (parteilos). Das Konzept soll die Grundlage dafür sein, Fördermittel beantragen zu können. „Ideen werden gesucht, die wir in den nächsten 15 bis 25 Jahren umsetzen können“, schilderte der Chef der Verbandsgemeinde.

Unterstützung

Katja Mengewein, Mitarbeiterin der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) in Magdeburg, notierte sich die wichtigsten Fakten zur Zustandserfassung und Besonderheiten der einzelnen Orte. Das Planungsbüro DSK unterstützt die Gemeinde bei der Erstellung des IGEK. Bei der Tour erläuterte Schliephake die Geschichte und die Struktur der Gemeinde. Im Fokus stehen die Visionen der Ortsteile und die Aktivitäten der Vereine. Aber auch die Wirtschaftsförderung, die Infrastruktur und Tourismusangebote mit den Vermarktungsmöglichkeiten gehören zu den Schwerpunkten. Dazu kam zum Beispiel die Machbarkeitsstudie des Naherholungsgebietes Grieps.

Die nächsten Schritte werden die Auswertungsrunden sein. Das erfolgt in Form von Arbeitsfachkreisen. „Dazu hatten wir die Mitgliedsgemeinden gebeten, auch entsprechende Personen zu benennen, die aus ihrer Sicht dann auch in den Kreisen mitwirken sollen“, beschrieb Weiß. Zum Personenkreis, der in der Gemeinde Calvörde aus etwa 20 Leuten besteht, sagte Schliephake: „Das sind die Ortsteilbeauftragten, die bei den Ortsbegehungen dabei waren. Ich habe auch die Mitglieder der Heimatvereine benannt. Wer natürlich aus dem Gemeinderat heraus den Wunsch hat, sich einzubringen, ist willkommen.“

Die erste große Veranstaltung sei schon in der Planung. Dann würden sich die bestimmten Arbeitsfachkreise bilden, wo bestimmte Schwerpunkte besprochen, diskutiert und entschieden werden. „Dieser Prozess wird uns in den nächsten Monaten durch die dunkle Jahreszeit begleiten“, blickte Weiß voraus.