Rottmersleben l Knapp 100 Besucher haben sich anlässlich des ersten Spatenstichs für das Feuerwehr-Gerätehaus in Rottmersleben eingefunden. Dazu zählen viele interessierte Bürger, die den Startschuss für die Umsetzung des lange gehegten Projektes nicht verpassen wollen.

Unter ihnen sind aber auch Vertreter der Gemeinde-Feuerwehr, von den umliegenden Wehren und natürlich Kameraden aus Rottmersleben. Auch Kommunalpolitiker sind dabei, so begrüßte Gemeinde-Bürgermeisterin Steffi Trittel (parteilos) die stellvertretende Landrätin Iris Herzig, den Ortsbürgermeister Hans-Eike Weitz (SPD) sowie den Gemeinderatsvorsitzenden René Stürmer und weitere Ratsmitglieder zu der Feierstunde.

In ihrer Rede ging die Gemeinde-Bürgermeisterin näher auf das Projekt ein. „Insgesamt werden hier Gelder in Höhe von 798.000 Euro aufgewendet“, sagte sie. „Enthalten sind 319.000 Euro Zuwendungen aus Landesmitteln. Wir hoffen natürlich alle, dass es bei diesem Finanzaufwand bleibt und der Bau pünktlich fertig gestellt wird.“ Offiziell laufen erst am Montag, 16. September, die Bagger für den Aushub des Fundamentes warm. Der Juni 2020 gilt als Fertigstellungsziel. Beteiligt sind mit der Firma HDL Bau aus Haldensleben und Behrends-Stahlbau aus Vahldorf lokale Unternehmen. Selbst die Planung hat das Büro A+I aus Haldensleben ausgeführt.

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Kameraden haben langen Atem

Sowohl Steffi Trittel als auch der Ortsbürgermeister lobten in ihren Worten den langen Atem der Kameraden wie auch der Mitglieder des Ortschaftsrates, für die das neue Gerätehaus geradezu eine Herzensangelegenheit ist. In Sachen Nachwuchs tut sich auch schon etwas in Rottmersleben, denn hier gibt es schon 12 junge künftige Kameraden, die sich ebenfalls auf völlig neue Voraussetzungen für die Arbeit der Wehr freuen. Notwendig wurde der Neubau spätestens nach einer sicherheitstechnischen Prüfung durch die Feuerwehr-Unfallkasse am alten Gebäude, bei der klare Mängel festgestellt wurden. Das war im Jahr 2012. Den positiven Vorbescheid zur Bauvoranfrage gab es bereits im selben Jahr.

Danach wurden so einige Gedanken entwickelt. Schon 2013 gab es Umbaupläne und auch ein Fördermittelantrag wurde im selben Jahr auf den Weg gebracht. Allerdings wurde dann schon über einen totalen Neubau nachgedacht und es gab unter anderem den Standortvorschlag für einen Bau auf dem Festplatz. Im September 2013 wurde schon der jetzige Standort ins Spiel gebracht, nämlich quasi neben dem Sportlerheim. Zweimal wurde ein Fördermittelantrag abgelehnt. Die Zusage vom Land kam nach erneuten Anträgen im März dieses Jahres. Immer wieder war das Projekt Thema im Gemeinderat der Hohen Börde. Der winkte es nach Erhalt des Zuwendungsbescheides endgültig durch. Steffi Trittel hob in diesem Zusammenhang die Arbeit der Bauamtsmitarbeiter hervor.

Eingestimmt von einem Ständchen der Olbesänger aus Rottmersleben mit dem Olbelied schritten Politiker und Kameraden dann zum ersten Spatenstich. Dafür gab es reichlich Applaus von den Bürgern und hinterher wurde mit einem Bierchen auf das erhoffte Gelingen des Vorhabens angestoßen, während sich alle ganz traditionell frisch gemachte Bockwürste in Brötchen schmecken ließen.