Calvörde. Grund der Änderung ist, dass der Betreiber des Penny-Marktes seine Verkaufs- und Nutzungsflächen vergrößern möchte. Die Mitglieder des Bauausschusses empfehlen dem Gemeinderat, der Änderung zu zustimmen. „Der Betreiber des Penny-Marktes im Flecken Calvörde befindet sich zur Zeit in der Planungs- und Entscheidungsphase einer Verkaufsraumvergrößerung“, sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake bei der jüngsten Zusammenkunft des Bauausschusses der Gemeinde Calvörde. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters habe es ein erstes Gespräch gegeben. „Das Vorhaben befindet sich im rechtskräftigen Bebauungsplan Gewerbegebiet ,Neues Land‘ im Ortsteil Flecken Calvörde“, sagte Schliephake und zeigte den Standort auf der Flurkarte.

Jetziger Markt soll größer werden

Der jetzige Markt hat eine Verkaufsfläche von 706 Quadratmeter und eine Nutzfläche von 1 009 Quadratmeter. Der Neubau soll nach der Erweiterung eine Verkaufsfläche von 980 Quadratmeter und eine Nutzfläche von 1350 Quadratmeter bekommen. Gemäß der Baunutzungsverordnung seien Einzelhandelsbetriebe die eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter überschreiten, als großflächig einzustufen. „Nur wenn wir auch von kommunaler Seite das Vorhaben positiv bescheinigen, kann Penny dort in dieser Größenordnung bauen“, erklärte Bauausschussvorsitzender Volker Preetz (UWG).

Am 10. Dezember 2020 habe es – nach den Ausführungen von Schliephake – wegen der geplanten Vergrößerung des Einkaufsmarktes ein Gespräch mit der Kreisplanung des Landkreises Börde gegeben. „Im Ergebnis wurde festgestellt, dass es sich um ein raumbedeutsames Vorhaben handelt. Neben dem Änderungsverfahren zum Bebauungsplan ist auch im Parallelverfahren eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich“, erklärte der Bürgermeister. Des Weiteren sei im Vorfeld, um ein Einvernehmen herzustellen, eine Abstimmung mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr erforderlich.

Chancen stehen nicht schlecht

Ziel und Zweck der Änderung soll es sein, Baurecht zu schaffen. „Die Chancen stehen nicht schlecht. Wir sollten die Marktvergrößerung begrüßen, schließlich haben wir Grundzentrumfunktion. Calvörde ist prädestiniert für das Gewerbe aber auch für den Handel“, sagte Schliephake. Seiner Ansicht nach hätten zwei große Einkaufsmärkte ihre Berechtigung. Schließlich sei der Flecken Calvörde auch für viele Bewohner der umliegenden Orte der zentrale Einkaufsort.

Einstimmig empfahlen die Mitglieder des Ausschusses dem Gemeinderat, der Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes zu zustimmen. Der Gemeinderat tagt zu diesem und zu anderen Themen am Donnerstag, 11. Februar, um 18.30 Uhr in Mannhausen.