Alleringersleben l Auf im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Flechtingen dafür vorgesehenen Flächen in Ostingersleben und Alleringersleben sollen ein Solarpark und eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Der Gemeinderat von Ingersleben gab beiden Vorhaben grünes Licht.

Auf einer alten landwirtschaftlichen Fläche Vor der halben Breite in Ostingersleben soll der Solarpark entstehen. Rund 80 Prozent der Fläche sollen genutzt werden, um die Module in 20 Zentimetern Höhe über der Erde aufzubauen. eine Bodenbearbeitung ist auf diese Weise nicht notwendig, die Anlage wird lediglich auf Kies gebettet.

Aufräumarbeiten auf dem Gelände sind bereits erfolgt, mit dem Bau der Solarelemente wird eine 2,25 Meter hohe Umzäunung und Begrünung erfolgen. Die Projektentwickler gehen davon aus, dass es durch den Solarpark keine Fernwirkung geben wird, das heißt, die Ostingersleber werden von der bodenliegenden Anlage eigentlich nichts mitbekommen. Die zu erwartende Leistung beträgt 3 Megawatt. Eine Netzverknüpfung ist bereits beantragt.

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme wird der Investor aus Karlsruhe auf zwei Pferdewiesen eine Wildblumenwiese säen, die lediglich einmal jährlich gemäht werden muss und ansonsten der Natur zur Verfügung steht.

Dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss stimmten die Gemeinderatsmitglieder einhellig zu.

Baugenehmigung für Photovoltaik

Schon weiter vorangeschritten im Bauverfahren ist die Photovoltaikanlage auf dem Alten Schacht in Alleringersleben. Mit dieser Problematik hatte sich der Rat schon mehrfach befasst. Dem Abwägungs- und Satzungsbeschluss konnten sich die Räte nur anschließen, Stellungnahmen im Zuge der öffentlichen Beteiligungen gab es nach Angaben der Projektentwickler keine, so dass nun die Baugenehmigung beantragt werden kann. Die vorhandene Bebauung wird lediglich gesichert und bleibt stehen, ebenso wie der Baumbestand auf dem Gelände. Mit 1,5 Megawatt fällt die Photovoltaikanlage kleiner aus als der Park in Ostingersleben.

Für die Alleringersleber ist der Bau trotzdem entscheidender, weil die Fläche östlich vor dem Ort seit Jahren ein Schandfleck ist. Immer wieder gab es in der Vergangenheit illegale Müllverkippung auf dem Gelände, wie Bürgermeister Thomas Crackau betonte, dem mit einer sicheren Einzäunung und dem Betrieb der Anlage Einhalt geboten werden sollte, so die Hoffnung des Rates.

Vor kurzem kam es auch im Grenzgraben an der Kreisstraße zwischen Alleringersleben und Wefensleben zu einer illegalen Müllentsorgung, berichtet der Bürgermeister sehr verärgert über solchen Umweltfrevel.

Sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall können an das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Flechtingen, Telefon 039054/98 61 00, gemeldet werden, bittet das Gemeindeoberhaupt um Mithilfe bei der Auffindung des Verursachers.

Auch wenn Thomas Crackau natürlich nur mutmaßen kann: Es könnte sich um den gleichen Verursacher handeln, der in den vergangenen sechs Monaten schon mehrfach Reifen in der Gemarkung Ostingersleben verkippte. Die Beräumung erfolgte bisher freundlicherweise durch die Jägerschaft Ostingersleben. Der Bürgermeister bittet die Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit und Informationen, um solche Taten verstärkt aufklären zu können.