Wegenstedt l „Wir sind stolz, dass Wegenstedt eine Grundschule hat. Meine drei Enkel werden hier unterrichtet. Deshalb fühle ich mich im Besonderen mit der Schule verbunden. Es ist ja ein sehr schönes Terrain. Ich helfe gern, damit meine Enkel sich hier wohlfühlen und gute Bedingungen zum Lernen haben“, erklärt Hartmut Krökel, der die Holzpfähle für den Weidenzaun auf die richtigen Maße sägt.

Es gibt für das Areal ein Konzept, das zum einen das Lernen im Grünen ermöglicht und zum anderen Platz zum Toben und zum Erholen bietet. Außerdem gehört ein großer Sportplatz mit Laufbahn zum Schulgelände. Der Arbeitseinsatz wurde durch die Initiative des Elternrates und der Lehrer sowie unter besonderem Einsatz von Ina Köhn und Marcus Bühnemann als die Elternratsvorsitzenden organisiert.

Lebenshilfe packt mit an

„Wir versuchen ein Mal im Jahr – möglichst auch zwei Mal im Jahr freiwillige Eltern, Großeltern, Helfer und Kinder zusammen zu trommeln, um verschiedenste Dinge zu erledigen. Der Hausmeister kann bei so einem großen Grundstück allein nicht alles bewerkstelligen“, beschreibt Marcus Bühnemann. „Vor allem aber möchten wir, dass unsere Kinder einen tollen Schulhof und einen Spielplatz haben, um in ihrer Freizeit und in den Pausen Spaß zu haben und kreativ zu sein“, ergänzt Ina Köhn, die immer tolle Ideen hat. Dazu zählen auch die Abenteuerpfade und der Tunnel aus Weiden und verschiedensten Naturmaterialien.

„Wir freuen uns über das Engagement der Helfer und über die gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Eltern“, schwärmt Lehrerin Sabine Brestrich-Keiner. Zu den Helfern gehört auch eine Gruppe von Menschen mit Handicap von der Lebenshilfe Altmark/West, die aus Gardelegen/Zienau anreiste, um unentgeltlich mit anzupacken. Die Gruppe ist nicht zum ersten Mal auf dem Schulgelände. Es gab zuvor schon einige Aktionen, bei denen die Mitarbeiter der Naturparkverwaltung Drömling ihre Freunde aus der Behinderteneinrichtung mitbrachten.

Laufbahn von Unkraut befreit

Im Mittelpunkt des Arbeitseinsatzes ist die Mission, die Laufbahn auf dem Sportplatz von Unkraut zu befreien. Das ist wichtig, damit der Sportunterricht und die Friedensfahrt mit den Fahrrädern absolviert werden können. Es gilt außerdem, die Spielgeräte zu streichen, den Sandkasten neu mit Holzstämmen einzufassen und die alten Stämme zu entsorgen. Mächtig ins Schwitzen geraten die Helfer bei den Mäharbeiten, beim Grünschnitt und bei Reinigungsarbeiten. Eine Einfassung der Kompostierung mit Holz entsteht.

„Die Helfer wurden an beiden Tagen von Familie Schönborn aus Grauingen mit leckerer Suppe versorgt. Blechkuchen zur Stärkung gab es von Denni Nitzschke aus Calvörde. Sandro Bösche hatte zwölf Stunden vorher in einer Nacht- und Nebelaktion einen Trecker organisiert, um mit der Technik die schweren Baumarbeiten auf dem Schulhof zu erledigen“, schildert Katrin Gödicke, die zu den engagierten Eltern gehört.