Spendenaktion

„Hol Dir einen Stern vom Himmel“

Die Kirchengemeinde Hödingen lässt ihr Gotteshaus umfassend sanieren. Für die Eigenmittel gehen die Hödinger kreative Wege.

Von Carina Bosse

Hödingen l Die ersten 80 von mehreren hundert Sternen am hölzernen Tonnengewölbe der Hödinger Kirche St. Johannes stehen zum Verkauf. Natürlich ist das nur symbolisch gemeint. Doch ihre Kreativität und ihr Ideenreichtum hat die Hödinger darauf gebracht, die Sterne unter die Patenschaft von Einwohnern, ehemaligen Einwohnern und interessierten Gästen zu stellen. Damit finanziert die Kirchengemeinde Hödingen ihren Eigenanteil an den umfangreichen Bauarbeiten der Rast- und Pilgerkirche.

Zum Auftakt der Sternenaktion entwarfen die Hödinger ein Plakat. Jeder, der einen Stern erwerben möchte, kann auf dem Plakat sehen, welche Nummern noch nicht besetzt sind.

„Die ersten 80 Sterne auf unserem Tonnengewölbe über der Kanzel und dem Altar haben wird durchnummeriert“, sagte Pfarrerin Esther Spenn. Man könne gar nicht genau sagen, wie viele Sterne es insgesamt sind. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten werden sie alle neu gemalert und wieder deutlicher aus der Decke hervortreten.

Ein Stern ist zum Preis von 50 Euro zu haben. Die ersten gingen für die Enkelkinder weg, denen mit dem symbolischen Stern immer Glück und Gottes Segen beschert sein sollen. „Aber auch als Geschenk für einen guten Freund wäre das doch mal eine tolle Idee“, zeigt die Pfarrerin Möglichkeiten auf, den Sternenhimmel weiter namentlich zu belegen.

Bereits mit einer Kirchenbank-Aktion hatten die Hödinger für Aufsehen gesorgt. Sie hatten der SPD-Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff ihr Anliegen vorgetragen. Diese wollte mit Parteigenossen eine Bank symbolisch in Obhut nehmen. Als das nicht so geklappt hat, wie sich die Wolmirstedterin das vorgestellt hatte, „erwarb“ sie die Bank allein und hat sich damit ein lebenslanges Platzrecht in der Rast- und Pilgerkirche erobert. Stolze 1500 Euro gingen dabei auf das Konto der Kirchengemeinde.

Bänke können übrigens auch noch erworben werden, ob als Familie, in der Hausgemeinschaft, mit Nachbarn, Vereinskameraden oder Freunden.

Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die Hödinger Kirche baulich instandgesetzt und fertiggestellt ist. Doch bis es soweit ist, sind die Hödinger in Eschenrode oder Behnsdorf jederzeit willkommen.

Und wer weiß, vielleicht kommen ihnen bis dahin noch neue Einfälle, wie sie ihren Eigenanteil an den Bauarbeiten weiter auf breite Schultern verteilen können.