Calvörde l Donatella vom Drömlingshof ist ein absoluter Hingucker. Mit ihrer Größe und mit ihrer edlen Ausstrahlung wirkt die Deutsche Dogge wie eine fein gemeißelte Statue. In der Geschichte gab es viele Herrscher, die sich mit Doggen an ihrer Seite brüsteten. Reichskanzler Otto Fürst Bismarck war von Jugend an ein glühender Verehrer der Dogge und nannte im Laufe seines Lebens mehrere Exemplare sein Eigen.

Donatellas Besitzer ist Walter Schütze aus Köckte. Die große Hündin ist zweieinhalb Jahre alt und hat das Herz von Schützes Enkelin Martha erobert. „Ich bin mit Hunden aufgewachsen“, erzählt Martha.

Keine Angst vor Hunden

Und auch Luisa aus Uhrsleben hat keine Angst vor großen Hunden. Sie hält die fünf Monate alte Frieda vom Drömlingshof an der Leine. „Donatella ist die Tante von Frieda“, erklärt Maik Jaworski. Der Uhrsleber gesteht, dass es der Traum seiner Frau Jenny war, eine Blaue Deutsche Dogge zu besitzen. „Doggen sind Familienhunde“, betont Jaworski. „Frieda beschützt mich. Ich habe ihr Pfotegeben beigebracht“, erzählt Luisa.

Doggen sind ohne Zweifel majestätische Hunde, die ein familienfreundliches, ruhiges, ausgeglichenes Wesen besitzen, Fremden gegenüber als reserviert gelten und sehr wachsam sind, beschreibt Brigitte Oestreich, die Vorsitzende der Ortsgruppe Magdeburg.

Für die Bewertung der Hunde, bei denen es unter anderem um Körperbau, Kopfform, Zähne, Gangwerk und andere Kriterien ging, ist Jürgen Sauer aus Wetzlar zuständig.

Glanz in den Augen

Maria Hammerschmidt aus Weimar führt die achteinhalbjährige Kairo durch den Wertungsring. „Das ist ein schönes Alter für eine Doggenhündin. Kairo hat immer noch die Power. Sie ist lieb und ein bisschen durchgeknallt“, erzählt Besitzerin Arlett Bargel aus Erfurt. Mit dem gewissen Glanz in den Augen erzählt Arlett Bargel, dass ihr verbeiniger Liebling vor Lebensfreude nur so sprüht. Kairo sei schon über Mülltonnen geklettert und über den Zaun gesprungen.

Und wer sich einmal in das anhängliche Wesen einer Dogge verliebt hat, den lässt diese traditionsreiche deutsche Rasse nicht mehr los.

So ergeht es auch Hela Jark.„Meine Eltern haben 30 Jahre lang Doggen gezüchtet. Vor 20 Jahren habe ich dann ihre Zucht übernommen“, denkt Hela Jark aus dem niedersächsischen Neustadt zurück. Über 150 Kilometer ist sie mit ihren Hunden aus dem Zwinger „Vom kühlen Grunde“ vom Steinhuder Meer gefahren, um bei der Schau der schönsten Doggen in Calvörde dabei zu sein. „Zu Hause habe ich fünf Doggen“, verrät sie schmunzelnd.

Damit hatte sie aber noch nicht die weiteste Anreise. Familie Rücker-Brillo ist mit zwei Doggen über 500 Kilometer aus Rheinland Pfalz angereist.

„Von der Bewegung hat mir am besten bei den Veteranen die gefleckte Hündin gefallen“, schwärmt Wertungsrichter Jürgen Sauer und zeigt auf Hedwig von der Ochtruper Nachtigall, die auch zu den Vierbeinern von Hela Jark gehört.

Ein ungleiches Paar sind der 13-jährige Yorkshire-Westie Rexe und sein großer Doggenfreund, der einjährige Laurin. „Der kleine Hund kläfft. Der große ist der ruhige. Zu Hause habe ich noch eine Dogge“, beschreibt Andreas Zieger aus Schwiesau seine Bande.

Korrekten Körperbau gelobt

Sauer gesteht, dass er große Hunderassen mag. Er lobt den korrekten Körperbau der präsentierten Doggen.

Die Ortsgruppe Magdeburg bedankt sich mit Köstlichkeiten aus der Region beim Richter. „Das Geschenk passt zu mir. Ohne Wurst und Speck hat das Leben keinen Zweck“, reimt er schmunzelnd.

Brigitte Oestreich bedankt sich im Namen der Ortsgruppe bei allen Mitgliedern, Helfern, Sponsoren, Gästen und Ausstellern.

Lobende Worte und Geschenke, Handtücher in Hundeform, für die geleistete Arbeit gibt es auch für die Hauptorganisatorinnen Brigitte Oestreich, Sandra Writte und Kirsten Bischoff.