Coronavirus

Impfen: Im Landkreis Börde können sich Personen der Priorität 3 für einen Termin anmelden

Von Juliane Just

Haldensleben

Das Haldensleber Impfzentrum kann einen Rekord vermelden. Am 5. Mai 2021 wurden mit 488 Personen so viele wie noch nie zuvor an einem Tag geimpft. Normalerweise sind es durchschnittlich 400 Personen pro Tag. Und damit ist der Höchststand noch nicht ausgereizt, wie Katrin Baier als ärztliche Leiterin Impfen verkündet. Bald könnten die Anfragen für Terminbuchungen wieder zunehmen, denn am 15. Mai 2021wird laut Corona-Impfverordnung des Bundes die Priorität 3 geöffnet. Darunter zählen unter anderem über 60-Jährige, Erkrankte als auch bestimmte Berufsgruppen.

Durch die erneute Erweiterung der Impfpriorität wuchs jedoch die Sorge, dass die über 70-Jährigen der Prioritätsgruppe 2 auf der Strecke bleiben. Deswegen hat der Landkreis erneut ein dezentrales Impfangebot geschaffen. In vier Orten des Landkreises werden Termine für eine Vor-Ort-Impfung angeboten: in Dorfgemeinschaftshaus in Colbitz am 17. Mai, im Haus der Generationen und Vereine in Weferlingen am 18. Mai, in der Sporthalle in Gröningen am 19. Mai und in der Sporthalle der Grundschule in Langenweddingen am 20. Mai.

Termine für das dezentrale Impfen am Telefon buchen

Die Termine dafür werden ab dem 10. Mai 2021 über die Hotline des Landkreises unter 03904/72 40 39 60 vergeben. Diese ist in der Zeit von 8 bis 15.30 Uhr besetzt - außer am Herrentag am 13. Mai. Dort können sich Impfwillige über 70 Jahren einen Termin an einem der vier Standorte buchen. Pro Ort sind 100 Impfungen vorgesehen. „Wir wollen damit den Bedarf in der Altersgruppe abwägen“, sagt Katrin Baier. Es sei schwer einzuschätzen, ob die über 70-Jährigen sich bereits über die Hausärzte oder das Impfzentrum Termine gebucht hätten, aber man wolle das Angebot der dezentralen Impfung trotzdem machen.

Für die Priorisierung 3 müssen Erkrankte beim Impftermin ein ärztliches Attest vorzeigen, während die freigegebenen Berufsgruppen wie Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel oder in Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen müssen. Bei den über 60-Jährigen ist der Personalausweis notwendig. Derzeit wird laut Katrin Baier im gesamten Landkreis nur noch der Impfstoff von Biontech verimpft, dessen Liefermengen auf stabilem Niveau sind. Die gelieferten Astrazeneca-Dosen werden derzeit für die Zweitimpfung zurückgehalten. Nachdem Haus- und Fachärzte ebenfalls impfen, sollen ab Juni auch Betriebsärzte mit in die Impfkampagne einsteigen.

Aufklärungsbögen für die Impfung vorher ausfüllen

Das Impfzentrum weist daraufhin, dass die Aufklärungsbögen zur Impfung auch schon ausgefüllt mit zum Termin gebracht werden können. „Das erleichtert und beschleunigt den Vorgang“, betont Katrin Baier. Impfwillige müssen vor der Impfung ein Aufklärungsmerkblatt, einen Anamnesebogen, eine Einwilligungserklärung sowie ein Blatt mit persönlichen Daten ausfüllen. Diese sind auch auf der Internetseite des Landkreises zu finden. Die Unterlagen können direkt am Computer oder per Hand ausgefüllt werden. Werden diese zum Impftermin mitgebracht, entfällt die Zeit des Ausfüllens vor Ort.

Inzwischen hat der Landkreis auch Kontakt zu mehreren Unternehmen im Landkreis aufgenommen, denn auch betriebliche Ersthelfer dürfen in der Prioritätsgruppe 3 geimpft werden. Diese sollen von mobilen Impfteams am Unternehmensstandort geimpft werden. Unternehmen wie Hermes in Haldensleben, Ifa in Haldensleben oder Salutas in Barleben hätten bereits Bedarf angemeldet. Bis zu zehn Prozent der Belegschaft sind dort zu Ersthelfern ausgebildet.