Rundwanderweg

In der Gemeinde Beendorf die Lebensstationen von Bernhard Becker entdecken

Mit dem Auszug der Grundschule „Bernhard Becker“ geht in der Gemeinde Beendorf auch der Name einer großen lokalen Persönlichkeit der Zeitgeschichte. Um das zu verhindert hat die Gemeinde den Bernhard-Becker-Rundweg ins Leben gerufen. Lebens- und Arbeitsstationen des Lehrers, Autoren und Heimatforschers liegen entlang der Route.

Von Carina Bosse
Eine Sitzbank wurde in Gemeinschaftsarbeit von Vereinen und Interessentengruppen an der Seilscheibe des Schachtes Marie als Bestandteil des Beendorfer Rundwanderweges aufgestellt.
Eine Sitzbank wurde in Gemeinschaftsarbeit von Vereinen und Interessentengruppen an der Seilscheibe des Schachtes Marie als Bestandteil des Beendorfer Rundwanderweges aufgestellt. Foto: Hartmut Schulze

Beendorf - In Erinnerung an den bedeutenden Sohn Beendorfs, den Lehrer, Schriftsteller, Archäologen und Heimatforscher Bernhard Becker (1879 - 1961), entsteht zurzeit der Bernhard-Becker-Beendorf-Weg.

Der Rundweg erinnert an die wesentlichen Lebensstationen Bernhard Beckers in seiner Heimat und soll dafür sorgen, dass mit dem baldigen Aus der Grundschule „Bernhard Becker“ sein Name und sein Werk nicht in Vergessenheit geraten oder gar aus Beendorf verschwinden.

Darüber hinaus führt der Wanderweg auch zu historisch interessanten Punkten des Dorfes wie zu Zeugen der Bergbaugeschichte, zum Verlauf der ehemaligen Grenze, zu alten Fachwerkhäusern und den heiligen Häusern im Bereich der Beendorfer Kirche.

Die Bezeichnung des Weges enthält sowohl den Namen Bernhard Beckers als auch den des Dorfes. Damit sind die wesentlichen Inhalte, die der Wanderweg vermitteln soll, genannt. Gleichzeitig ist dies die Wortverbindung, mit der Bernhard Becker seine schriftlichen Ausarbeitungen unterzeichnete: Bernhard Becker Beendorf oder abgekürzt B.B.B.

Projekt wird gefördert

Die Einrichtung des neuen Rundweges wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Börde. Das Anliegen dieses Projektes widmet sich vor allem der Stärkung der Dorfgemeinschaft und der regionalen Verbundenheit.

Nachdem die Texte und historischen Bilder für die Informationstafeln weitestgehend fertiggestellt worden sind, geht es nunmehr an die praktischen Arbeiten. In einer gemeinsamen Aktion der Interessengruppe Beendorf, des Knappenvereins „Oberes Allertal“, der Gemeinde Beendorf, der freiwilliger Feuerwehr und des Sportvereins wurden Bänke in der Ortslage und entlang der Route des zukünftigen Wanderweges aufgestellt.

An zwei Stellen werden die Bänke mit Tischen ergänzt, sodass sie als Picknickplätze nutzbar sind. Einer dieser Picknickplätze soll unmittelbar neben der kleinen, aber historisch bedeutsamen Beendorfer Kirche eingerichtet werden, sobald hierzu Unstimmigkeiten mit dem Gemeindekirchenrat ausgeräumt sind, berichtet Hartmut Schulze über das Vorankommen des Rundweg-Projektes.

Im Laufe des Sommers sind die Fertigstellung und das Anbringen der Gestelle für die Infotafeln vorgesehen. Die Eröffnung des Bernhard-Becker-Beendorf-Weges ist für den Herbst geplant. Träger der Förderung ist der Knappenverein „Oberes Allertal“.

Weitere finanzielle und praktische Unterstützung kommt von der Gemeinde Beendorf und von Sponsoren.