Calvörde l Die Besucher beim Tag der offenen Tür konnten sich ein Bild von der Technik und Ausstattung der Feuerwehr machen und dabei noch ein kühles Bier, Kaffee, selbstgebackenen Kuchen oder eine Bratwurst vom Grill genießen.

Die Freiwillige Feuerwehr Calvörde, die am 10. August 1863 gegründete wurde, hat 23 aktive Einsatzkräfte, 15 in der Jugendfeuerwehr und 23 in der Alters- und Ehrenabteilung. 38 Einsätze sind die Feuerwehrleute im Jahr 2017 gefahren. Etliche Einsätze waren es schon in diesem Jahr. Wegen der Trockenheit kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Waldbränden. Das heißt für die Brandschützer, ehrenamtlich – zu jeder Tages- oder Nachtzeit – einsatzbereit zu sein. Außerdem gibt es den Feuerwehrverein unter der Leitung von Ingo Lüer, in dem sich 108 Frauen und Männer engagieren.

„Die Situation in unserer Gemeinde ist wie überall – die Freiwillige Feuerwehr sucht Mitglieder, denn das Personal wird langsam knapp. Einsatzkräfte, die ehrenamtlich und selbstlos helfen, gibt es immer weniger“, weiß Andreas Wolter, Hauptbrandmeister und Calvördes Ortswehrleiter. Angst und Panik braucht – nach den Ausführungen des Wehrleiters – niemand bekommen. „Bis jetzt konnten wir bei jedem Alarm ausrücken und die anfallenden Einsatzaufgaben bewältigen. Doch wie sieht es in der Zukunft aus? Werden noch genug Bürgerinnen und Bürger bereit sein, ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr ihren Mitbürgern zur Seite zu stehen, wenn sie dringend gebraucht werden?“, fragte Wolter in die Runde.

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Einen Festgottesdienst hielt Pfarrer Jürgen Dittrich im Festzelt gleich neben dem Feuerwehrgerätehaus. „Bewahre alle Menschen vor Feuer, schütze sie vor Unfall und Katastrophen. Lohne allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz“, hieß es im Fürbittengebet, das die Feuerwehrleute Mark Chelvier, Benjamin Schumann, Sören Uhe und Justin Schüler abwechselnd mit dem Pfarrer sprachen. Das große Engagement der Brandschützer wurde auch von allen Rednern in den zumeist erfreulich kurzen und prägnanten Grußworten gewürdigt. Sichtlich stolz auf die Truppe zeigte sich auch Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU).

Der Gemeindechef brachte seine Hochachtung gegenüber den Leistungen der Calvörder Wehr zum Ausdruck. Schließlich sei die Entscheidung, eine Feuerwehr zu gründen und dazu zugehören eine Entscheidung fürs ganze Leben, die mit viel Engagement verbunden ist, so Schliephake. Der Bürgermeister überbrachte im Namen des Gemeinderates die Glückwünsche zum Jubiläum. Er bedankte sich bei der Feuerwehr und überreichte einen Geldschein an die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Dem Bürgermeister ist nicht bange, er ist guter Dinge, dass der Bestand in Calvörde auch in Zukunft gesichert ist. Wehrleiter Wolter blieb schließlich nur noch, zum Frühstück einzuladen.