Haldensleben l Auf den ersten Blick wirkt alles, als könne es gleich weitergehen. Doch die Unterbrechung bei der Sanierung des „Regenbogens“ wird etwas länger dauern. Auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler darüber informiert, dass der Geschäftsführer einer Firma erkrankt sei.

„Wir müssen neu ausschreiben und bekommen dadurch eine Verzögerung von etwa vier Monaten“, erklärte Bauamtsleiter Holger Waldmann zwischenzeitlich bei einem Vor-Ort-Termin. Drei Monate gehen dabei auf den reinen Zeitverlust zurück. Ein weiterer Monat komme laut Andreas Radeck von der Presseabteilung voraussichtlich hinzu, weil sich die Maßnahme in die Wintermonate verschiebt - mit verkürzten Arbeitszeiten und eventuellen witterungsbedingten Arbeitsausfällen.

Haus wird komplett entkernt

Beim Rundgang vor Ort ebenfalls mit dabei waren Sven Brack vom Bauamt sowie die zuständige Architektin Melanie Pannecke und Bauleiter Wolfgang Meyer. Ursprünglich sollte die Sanierung im März 2019 abgeschlossen sein. Das Problem: Da erst etwa die Hälfte der Rohbau-Arbeiten erledigt ist, können auch noch keine anderen Gewerke tätig werden.

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Insgesamt hat die Stadt mit der 35 Jahre alten Kindertagesstätte viel vor. „Das Gebäude wurde komplett entkernt, bis auf die Außenwände. Es werden sogar die Grundrisse der Räume geändert“, informierte Andreas Radeck. Ein neues Dach aus Titanzink sei geplant. Ebenso werde ein barrierefreier Zugang mit dem Bau einer Rampe und eines rollstuhlgerechten Aufzugs zur Erreichung des Obergeschosses ermöglicht. Im Eingangsbereich ist ein rollstuhlgerechtes WC geplant, das als Besuchertoilette dienen soll.

Vor allem aber soll die Sanierung auch dazu dienen, künftig so viel Energie wie möglich zu sparen und so wenig Kohlenstoffdioxid wie möglich zu produzieren. Zu diesem Zweck wird das Gebäude nicht nur neu gedämmt. Es werden Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung installiert, und der vorhandene Gas-Heizkessel wird durch eine gasmotorische Luft-Wärmepumpe ersetzt. Alle Geschosse erhalten eine Fußbodenheizung. Außerdem werden energiesparende LED-Beleuchtungen installiert. Das ehemalige Heizhaus wurde um eine Etage zurückgebaut. Auf dem neuen Dach soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Auch das Außengelände der Kita wird laut Sven Brack neu gestaltet.

Die Gesamtkosten der Sanierung schätzt die Stadtverwaltung derzeit auf 2,4 Millionen Euro. Dabei gibt es 1,13 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Stark III Efre plus“. Für die Dauer der Arbeiten sind die „Regenbogen“-Kindern in Ausweichräumlichkeiten auf dem Süplinger Berg untergebracht.