Haldensleben l „So haben Sie Haldensleben noch nie gesehen. Die Stadt wird zur Bühne“, verspricht Astrid Seifert. Ob Hagenstraße, Postplatz, Hagentorplatz oder Weißer Garten: Überall soll es am Sonnabend, 11. Mai 2019, Programm geben. Rund 20 Künstler bieten eine große Bandbreite für Jung und Alt. Bekannte Orte sollen dabei neu erlebt werden. Die Kulturabteilungsleiterin verspricht ein „fröhliches, manchmal skurriles und immer überraschendes Programm“.

Zu den Besonderheiten des Festes gehöre die Nähe zu den Akteuren. Die stammen zum Teil aus dem Stadtgebiet oder dem Landkreis. Andere Künstler legen einen weiten Weg zurück, um in Haldensleben aufzutreten. Ein Eintritt für das Kleinkunstfest wird nicht erhoben. Abendgarderobe ist laut Astrid Seifert auch nicht nötig. Stattdessen gebe es „Kunst und Kultur auf der Straße, hautnah, für alle erreichbar“.

Turmtheater ist mit dabei

Das Kleinkunstfestival beginnt um 14 Uhr mit dem Akustik-Duo „Marlene und Friedemann“ im Weißen Garten, der Percussiongruppe der Alstein-Schule auf dem Postplatz und dem „Pyrjat Syndrome“ auf dem Hagentorplatz. Den Abschluss bildet eine Licht- und Feuershow der Gruppe „Malabarista“ ab 22.30 Uhr.

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Zwischendurch zeigt die portugiesische Gruppe Teatro Só eine Mischung aus Masken- und Körpertheater. Ohne ein Wort, aber dafür in fantastischen Kostümen präsentiert sie die Geschichte der Liebe eines alten Paares, die alle Zeiten überdauert hat und nur durch den Tod endet. Das Duo Omnivolant aus Berlin reist mit einem alten Nagetusch-Oldtimer an. Es führt eine preisgekrönte Darbietung aus Jonglage sowie Partner- und Luftakrobatik vor. Unter dem Titel „The greatest thing“ inszenieren die Singer-Songwriterin „Miss Walker“ und der Pantomime „Silent Rocco“ ein modernes Märchen, bei dem ein stummer Vagabund auf eine scheinbar leblose Neon-Fee trifft.

Aber auch das Haldensleber Turmtheater sowie weitere lokale Akteure sind mit dabei. Eine Gruppe der Grundschule „Erich Kästner“ stellt unter dem Motto „Roboter erobern die Straße“ ein neues Projekt vor. Dafür basteln die Jungen und Mädchen bereits an phantasievollen Kostümen.

Wie Astrid Seifert erklärt, soll das Kleinkunstfestival künftig im jährlichen Wechsel mit den Stadtliteraturtagen stattfinden. Letztere würden ihren Charme nicht zuletzt durch die ungewöhnlichen Veranstaltungsorte entfalten. Das wolle man bewahren - nicht, dass sich die Besonderheit durch die jährlichen Termine abnutze.