Uthmöden l Es ist ein kleines Idyll am Rande von Uthmöden. Ein kleiner Spielplatz, eine große Wiese, ein Teich. Doch letzterer macht den Uthmödenern Sorgen. Unter dem dichten Schilf und dem Moos kann man an einigen Stellen noch Wasser erkennen. Die Anwohner fürchten, dass die Utau bald austrocknet.

Nach zwei Hitzejahren, dem ebenso stetigen Regenmangel und der zunehmenden Verkrautung ist in dem etwa 100 Quadratmeter großen Teich kaum noch Wasser. „Wenn nicht zeitnah gehandelt wird, wird es die Utau vielleicht bald nicht mehr geben“, verdeutlicht Ortsbürgermeisterin Marie Ohrdorf die prekäre Situation des kleinen Gewässers.

Gespeist wird der Teich von einem etwa 50 Meter entfernten Arteserbrunnen. Etwa zwei Mal im Jahr spült die ortsansässige Feuerwehr den Durchlauf laut der Ortsbürgermeisterin durch, um einer Verstopfung durch Dreck und Laub entgegenzuwirken. Trotzdem sinkt der Pegel der Utau stetig weiter.

Doch was kann den Teich retten? Die Stadtverwaltung will nach den Hinweisen der Uthmödener im Ortschaftsrat den Grund für das fehlende Wasser ermitteln. Laut Andreas Radeck, Mitarbeiter der Abteilung Kommunikation, soll voraussichtlich noch in diesem Jahr die Verbindung zwischen Brunnen und Teich überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Demnach solle ebenfalls geprüft werden, ob der Druck im Brunnen noch ausreicht, um Wasser in den Teich leiten zu können.

Sollte es möglich sein, den Teich wieder mit Wasser zu befüllen, würde eine Entschlammung laut Andreas Radeck „Sinn machen“. Die Kosten dafür würden seinen Angaben nach bei stolzen 17 000 Euro liegen. Wann die Entschlammung realisiert werden könnte, hänge jedoch von der Haushaltssituation ab. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden fehlenden Steuereinnahmen haben ein etwa 3 Millionen Euro großes Haushaltsloch in den städtischen Geldbeutel gerissen.