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Bundestagswahl 2025Landkreis Börde: Neuer Wahlkreis für die Bundestagswahl 2025 geplant

Aufgrund von demografischen Veränderungen sind für die Bundestagswahl im Jahr 2025 neue Wahlkreise angedacht. Die Verschiebung betrifft auch die Börde. Was ändert sich?

Von Kaya Krahn 01.12.2023, 06:00
Zur Bundestagswahl im Jahr 2025 werden sich voraussichtlich einige Wahlkreise ändern - das trifft auch die Börde.
Zur Bundestagswahl im Jahr 2025 werden sich voraussichtlich einige Wahlkreise ändern - das trifft auch die Börde. Symbolfoto: IMAGO/Zoonar

Haldensleben - Auch wenn es noch etwas dauert – die Bundestagswahl im Jahr 2025 hat bereits jetzt Auswirkungen. Auch in der Börde. Denn Vorschläge der Wahlkommission beinhalten eine Änderung der Wahlkreise.

Bisher waren das Jerichower Land und die Börde ein Wahlkreis. Nach aktuellen Planungsstand fällt das Jerichower Land jedoch an die Altmark. Hintergrund: Bundestagsabgeordnete sollen etwa die gleiche Anzahl von Bürgern vertreten. Und die sinkenden Bevölkerungszahlen machen eine Neuaufteilung nötig.

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Die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Börde und Jerichower Land ist Franziska Kersten (SPD). „Mit Ausnahme der Gemeinden Barby, Schönebeck (Elbe), Calbe (Saale) und Bördeland, die beim Bundestagswahlkreis ,Magdeburg’ bleiben, sowie den Gemeinden Aschersleben und Seeland, die zum Bundestagswahlkreis Harz gehören, würde der gesamte Salzlandkreis zu meinem neuen Wahlkreis gehören. Nach meinen ersten Berechnungen wäre mein Wahlkreis damit flächenmäßig sogar um circa 770 Quadratkilometer kleiner, ich würde aber um die 5.000 mehr Menschen vertreten“, teilt sie mit. „Als demokratisches Prinzip ist es richtig, dass jeder Abgeordnete ungefähr gleich viele Bürgerinnen und Bürger eines Wahlkreises vertritt. Die neue Wahlkreiseinteilung ist eine direkte Folge der sinkenden Bevölkerungszahlen in Sachsen-Anhalt, die uns zur Anpassung der Wahlkreise gezwungen haben.“ Sie sei traurig, das Jerichower Land an die Altmark abzutreten, sei aber sicher, auch im Salzlandkreis auf gute Initiativen und Projekte zu stoßen. „Die Magdeburger Börde, die mir durch ihre landwirtschaftliche Prägung am Herzen liegt, werde ich gerne weiter vertreten. Wichtig ist mir, in meinem Wahlkreis präsent zu sein – glücklicherweise gibt es dafür die schnelle Anbindung mit der A2 und A14!“

Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis

Als Agrar- und Umweltministerin würde es sie freuen, die Börde zu vertreten. „Schließlich handelt es sich hier um die Region, in der vor ungefähr 100 Jahren aufgrund ihrer ausgezeichneten Böden zum Maßstab für das System der Bodenwertzahlen wurde. 100 Bodenpunkte als Höchstwert wurde damals in Eickendorf ermittelt, das übrigens heute zum Salzlandkreis gehört.“ Sie stünde in Kontakt mit den Landwirten der Börde und „frage nach Einschätzungen aus der Praxis“, wenn über Gesetze beraten würde. „Aber auch darüber hinaus hat die Börde viel zu bieten – von guten Arbeitsplätzen in großen Unternehmen wie Salutas Pharma, Amazon, K+S und Hello Fresh bis hin zu Kleinoden wie dem Schloss Hundisburg oder Heimatmuseen, die ich auf meiner Fahrradtour diesen Sommer besucht habe.“ Durch die Ansiedlung von Zuliefererbetrieben für Intel im Sülzetal und bei Wanzleben würde die Region noch einmal Aufschwung erfahren.

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An der Arbeit der Bundestagsabgeordneten ändere sich aktuell nichts. „Ich würde weiter die Börde und das Jerichower Land bis zur nächsten Bundestagswahl als direkt gewählte Abgeordnete vertreten und mich für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Dazu zählt die Unterstützung bei den Anliegen einzelner Personen, aber auch mein Einsatz für Fördermittel für die Regionen.“ Sie informiere die Bürger regelmäßig über ihre Arbeit in Berlin, etwa durch Bürgersprechstunden, Veranstaltungen und einem Newsletter. „Dieses Angebot bleibt ebenfalls bestehen – es wird dann perspektivisch und in Abstimmung mit meinen Fraktionskollegen auf den Salzlandkreis ausgeweitet“, teilt sie mit.