Weferlingen l Von dem Fachwerkhaus in der Weferlinger Bäckerstraße, das in der Silvesternacht lichterloh gebrannt hat, ist nicht mehr viel übrig. Der Eigentümer lässt es nach Abstimmung mit den Behörden abreißen. Die hintere, vom Brand nicht betroffene Bebauung bleibt stehen. Das mit sehr viel Liebe zum Detail und Energie restaurierte Fachwerkhaus stand zum Verkauf.

Ursprünglich waren es zwei miteinander verbundene Gebäude mit zwei Eingangstüren, die bis heute auch eigene Hausnummern haben. Nach dem Weferlinger Häuserverzeichnis von Paul Liebert wurden die Häuser um das Jahr 1880 erbaut. Seit vielen Jahrzehnten aber werden die Häuser als eins genutzt.

Es war Brandstiftung

Brandstiftung hatte das Feuer in der Silvesternacht ausgelöst, hätten die Ermittlungen ergeben, weiß der Eigentümer. Ein technischer Defekt wurde ausgeschlossen. Fast 100 Feuerwehrleute aus sieben Wehren waren in der Silvesternacht im Einsatz, um den Brand zu löschen und ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude zu verhindern. Dafür wurde das Wasser sogar aus der Aller gepumpt.

Das Feuer hatte dem Gebäude so zugesetzt, dass es nicht mehr bewohnbar war. Monatelang war das Gebäude abgesperrt, was zudem auch den Gehweg davor beeinträchtigt hat. So blieb dem Eigentümer nur der Abriss. Dafür musste die Straße halbseitig gesperrt werden.

Noch verwendbare Balken sollen geborgen werden, berichtet der Eigentümer. Bei einem Neubau an dieser Stelle müsse das Haus – nach Forderungen der Unteren Denkmalschutzbehörde - an die Straßenflucht der Bäckerstraße angeglichen werden. Es müsse kein komplettes Fachwerk entstehen, aber eine Balkenzeile zwischen dem ersten und zweiten Geschoss solle wohl auf das vorherige Fachwerk verweisen. Das müsse aber noch konkret mit der Behörde abgestimmt werden, sagt der Eigentümer. Er werde das beräumte Grundstück wohl zur Bebauung zur Verfügung stellen.