Haldensleben l Die Bauarbeiten an der Ortsumgehung Wedringen, der B 71n, gehen voran. Nicht immer können die Haldensleber zwar auf jeder Einzel-Baustelle der Strecke Bauarbeiter sehen, gearbeitet wird aber trotzdem eifrig. „Gerade sind wir dabei, den Unterbau der Fahrbahn nach Haldensleben hinein zu machen“, beginnt Markus Morawietz, Fachbereichsleiter Straßenbau bei der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, zu erläutern.

Knoten 1, so nennen die Fachleute den Abschnitt zwischen „Otto-Kreuzung“ und dem Abzweig Dammühlenweg/Jakob-Uffrecht-Straße. Dort wurde bereits der Fahrbahnunterbau für die vierspurige Ortsumgehung geschaffen, wurden Lichtmasten und Borde gesetzt. Nun sind die Bauarbeiter vorgerückt und momentan am Abschnitt von besagter Kreuzung bis hinter der neuen Beberbrücke im Gange. An dieser stehen die Bauarbeiten im Moment übrigens still, bis der angrenzende Straßenbereich fertiggestellt ist. Eifrig gearbeitet wird hingegen am Abzweig nach Althaldensleben. Dort sind große Bohrer im Einsatz – eine Bohrpfahlgründung für eine Brücke über einen Graben ist dort nötig.

Bund zahlt die Hälfte

Täglich, so weiß Markus Morawietz als Fachmann zu berichten, schieben sich 15.000 bis 17.000 Autos durch diesen Bereich, Vollsperrungen wollen die beteiligten Behörden deshalb möglichst vermeiden. Die künftigen Arbeiten an den Knotenpunkten 1 und 2, die noch bis August 2020 dauern sollen, sollen darum weitestgehend bei laufendem Verkehr realisiert werden. Trotzdem sind zeitweise Einschränkungen unvermeidbar. Deshalb werden weitläufige Umleitungen nötig.

Eine der Umleitungsstrecken wird auch der Haldensleber Waldring zwischen Süplinger Straße und B 245 sein. Um die Straße auf den vermehrten Verkehr vorzubereiten, soll sie saniert werden und eine neue Oberfläche erhalten. „Vorarbeiten an der Gosse werden in der nächsten Woche durchgeführt. In der Woche vor Ostern soll der Straßenbelag abgefräst werden. Das passiert bei halbseitiger Sperrung des Wald- rings“, blickt Haldenslebens Pressesprecher Lutz Zimmermann voraus. In der Woche nach Ostern werde – ebenfalls bei halbseitiger Sperrung – der Fahrbahnbelag erneuert. „In der Sperrzeit wird nur die Fahrtrichtung vom Kreisverkehr zur Süplinger Straße möglich sein“, sagt Lutz Zimmermann. Die Sanierung ist mit rund 100.000 Euro veranschlagt, der Bund übernimmt wegen der offiziellen Nutzung als Umleitungsstrecke 50 Prozent der Kosten.