Hundisburg l Zu bestaunen gab es reichlich blitzenden Chrom und Technik der vergangenen Jahrzehnte. Ein Blickfang auf dem Schlosshof war der Melkus RT von Helmut Kalt aus Magdeburg. Der Sportwagen aus dem Jahr 1971 war zu DDR-Zeiten ein Traum vieler Jungs und Männer. Helmut Kalt hat ihn sich damals erfüllt. „Seit ich 16 Jahre alt war habe ich mir so einen Melkus gewünscht. Mit 22 Jahren konnte ich mir 1980 den Jugendtraum dann auch tatsächlich erfüllen“, berichtete der Magdeburger stolz. Der Melkus, den er am Sonntag in Hundisburg zeigte, war allerdings nicht sein erster Melkus. Das ausgestellte Prachtstück hat er 1998 in einer Scheune entdeckt, gekauft und dann liebevoll restauriert.

Mit Eigenbau zum WM-Lauf

Liebevoll restauriert waren alle ausgestellten Fahrzeuge am Sonntag. Und ihre Besitzer gaben den staunenden Gästen gern Einblicke in die Technik und die Geschichte ihres Fahrzeugs. So beispielsweise auch die „Freunde der Traktoren und Landtechnik Hohendodeleben“. Sie waren gleich mit mehreren alten Traktoren wie Lanz oder UTB Universal nach Hundisburg gekommen. Seit gut 30 Jahren gibt es die elfköpfige Gruppe bereits. Und ihre Fahrzeuge zeigen sie auch gern in Aktion. Beispielsweise beim Landeserntedankfest in Magdeburg. Dann präsentieren sie, wie einst gemäht und gedroschen wurde.

Ein besonderes Stück Renngeschichte gab es bei Klaus Schellig zu bestaunen. Der Magdeburger hatte seine Renn-Simson KS 50 Eigenbau mitgebracht. Mit dem guten Stück Baujahr 1967 war er unter anderem drei Mal DDR-Vizemeister geworden. „Damit bin ich auch beim letzten WM-Lauf auf dem Sachsenring mitgefahren“, berichtete Klaus Schellig stolz. Und auch heute noch fährt er bei Klassikrennen mit. Den Termin des Oldtimertreffens in Hundisburg verpasst er nie. Er gehört zu den Stammausstellern, präsentiert auch immer mal wieder ein anderes altes Modell aus seiner Sammlung. Und so wird er auch beim 20. Oldtimertreffen der Hundisburger sicher wieder mit von der Partie sein und mit Gleichgesinnten fachsimpeln und wie seine Ausstellerkollegen die Erinnerungen an alte Zeiten für die Nachwelt wach halten.

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