Altenhausen l Gegen einen 79-jährigen Hühnerhalter aus Altenhausen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Jagdwilderei. Wie ein Sprecher des Polizeireviers Börde mitteilte, war am Mittwoch auf dem Grundstück des Mannes eine Schlagfalle, bestückt mit einem toten Huhn, gefunden und beschlagnahmt worden. Entdeckt worden sei die Falle durch einen Zeugen, der dies dem Verein „Komitee gegen den Vogelmord“ gemeldet habe, wie das Komitee in einer Pressemitteilung erklärte.

„Wir gehen davon aus, dass durch die offene Geflügelhaltung des Mannes Greifvögel angelockt wurden, die er mit dem Schlageisen töten wollte“, sagte Alexander Heyd, Geschäftsführer des Komitees mit Sitz in Bonn. Der Verein informierte nach dem Zeugenhinweis den Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten in Halle. „Wir haben sofort einen unserer Experten nach Altenhausen geschickt, der die Angaben des Zeugen bestätigte und sofort die Polizei verständigte“, so Ubbo Mammen vom Förderverein.

Wie der Ornithologe weiter berichtet, würden in Sachsen-Anhalt immer wieder Fälle von Greifvogel-Wilderei mit illegalen Fallen bekannt. Zuletzt ermittelte die Polizei im März 2018 gegen einen Geflügelhalter aus dem Burgenlandkreis, in dessen Garten ebenfalls ein Tellereisen beschlagnahmt wurde.