Hörsingen l Er war in die Jahre gekommen, der Hörsinger Spielplatz zwischen Büschen und Schölecke. Darum hatte sich die Gemeinde schon vor einigen Jahren um eine Erneuerung bemüht. Doch die prekäre finanzielle Lage der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, zu der Hörsingen gehört, ließ solche Sanierungsmaßnahmen kaum zu. Also ergriff der Ortschaftsrat selbst die Initiative. Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer ging sprichwörtlich Klinken putzen, warb um Sponsoren und Unterstützer für das finanziell Nötige und Material. So konnten nach und nach einige neue Spielgeräte angeschafft werden, andere wurden von den Einwohnern noch einmal hergerichtet, repariert oder erhielten frische Farbe.

Für eine Schaukel für die älteren Kinder allerdings reichte es bislang nicht. Die alten Fundamente und Träger waren im Laufe der Jahre angefault und nicht mehr zu retten. Um nicht schon wieder Sponsoren suchen zu müssen, wandte sich der Ortschaftsrat an die örtlichen Vereine.

1800 Euro stecken in der neuen Doppelschaukel, die in dieser Woche von den Kindern der örtlichen Tagesstätte „Schölecke-Spatzen“ offiziell in Betrieb genommen werden konnte.

Viel Unterstützung erfahren

„Unsere Jagdgenossenschaft, der Karnevalverein, die Angler und die Blaskapelle haben sich an unserem Vorhaben beteiligt“, zeigte sich Peter Schorlemmer dankbar über die Unterstützung. Die Vereinsmitglieder, selbst alle ehrenamtlich aktiv, zögerten nicht lange und packten mit an. Schließlich seien es die Kinder, deren Bedürfnisse hierbei im Vordergrund stehen.

Die Quarzwerke spendierten zehn Tonnen Sand, der Ausrüster Sport Thieme aus Grasleben, der schon bei der Anschaffung der Seilbahn der Gemeinde kräftig unter die Arme gegriffen hatte, machte den Hörsingern für die Schaukel einen guten Preis, so dass die 1800 Euro schließlich reichten, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

„Wir hoffen natürlich, dass das neue Spielgerät den Kindern für die kommenden 20 Jahre Freude bereitet und heil bleibt“, hofft Peter Schorlemmer. Ausdrücklich wurde von Karl-Heinz Purps, Sebastian Michaelis und Anja Schulze als Vereinsvertreter sowie dem Ortsbürgermeister die Arbeit des städtischen Bauhofes gelobt. Der hatte sich um Fundamente und den Sand gekümmert, die Maschinen dafür bereitgestellt und zeitnah den Einbau der Schaukel organisiert.

Ganz fertig ist der Spielplatz aber immer noch nicht, zeigt Peter Schorlemmer auf eine noch kahle Ecke der großem Sandfläche. Dort könnte noch ein weiteres Spielgerät entstehen. Deshalb habe er sich auch dafür ausgesprochen, im nächsten Haushalt der Einheitsgemeinde die eine Schaukel für den Hörsinger Spielplatz veranschlagte Summe stehen zu lassen. Sollte sich der finanzielle Rahmen der Kommune verbessern und die Summe von 2500 Euro für Hörsingen zur Verfügung stehen, könnte der Spielplatz seine vorläufige Vollendung erfahren.