Zahlen und Fakten

Die Trasse der B 71 n wird 9,5 Kilometer lang sein. Sie wird wechselseitig dreispurig und anschließend vierspurig verlaufen.

Der Termin zur Fertigstellung war ursprünglich im Juni 2021, der auf August 2021 verschoben wurde. Bauverzögerungen kamen zum einen durch archäologische Grabungen, die deutlich mehr Zeit in Anspruch nahmen. Eine Klage sorgte außerdem dafür, dass bei Artenschutzmaßnahmen nachgebessert werden musste.

Laut Verkehrszählungen donnerten allein im ersten Quartal 2019 täglich durchschnittlich 14 000 Fahrzeuge durch Wedringen.

Wedringen l Für Autofahrer ist die B 71 derzeit eine Tortur. Nicht nur für die Ortsumfahrung Wedringen wird der Verkehr an mehreren Stellen gebremst. Zusätzlich wird zwischen Vahldorf bis zur Autobahn 14 Rollsplitt auf die Fahrbahn aufgetragen, was mit Ampeln und einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern auf der gesamten Strecke verbunden ist. Deshalb zuckeln Kolonnen von Autofahrern über die B 71 und durch die Ortschaften.

Hinzu kommt, dass sich der Verkehr in Wedringen derzeit staut. Grund ist die Baustelle zwischen Haldensleben und Wedringen, an der die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) gerade an der Anschlusstellestelle der B 71 n baut. Dort wird laut Andreas Boehle, Fachbereichsleiter Planung und Entwurf bei der LSBB, die neue Trasse der Kreisstraße gebaut. Deswegen war in dieser Woche die K 1158 in Richtung Althaldensleben gesperrt.

Nicht bei laufendem Verkehr

An dieser Stelle wird die B 71 unter dem sogenannten Brückenbauwerk II hindurchgeführt. Diese Verlegung wäre laut Boehle nicht bei laufendem Verkehr möglich. Gestern fanden noch Markierungsarbeiten statt, heute soll der Verkehr bereits unter der Brücke hindurchgeführt werden. Diese Route wird als abbiegende Hauptstraße beschildert. Fahrzeuge, die aus Wedringen kommen und in Richtung Althaldensleben wollen, können sich dann laut Boehle auf einem kurzen Linksabbiegerstreifen einordnen. Die Umlegung des Verkehrs ist notwendig, um den Straßendamm weiterbauen zu können. Wenn die Ampeln wieder wegfallen, atmen vor allem die verkehrsgeplagten Wedringer auf.

Am Mittellandkanal, wo im Verlauf der 3,9 Kilometer langen Trassen zwei weitere Brücken entstehen, gehen die Bauarbeiten laut Andreas Boehle ebenfalls planmäßig voran. In der kommenden Woche wird der Überbau an der Brücke III südlich von Wedringen betoniert. Bei der Brücke IV, gelegen an der Straße „Zum Kanal“, werden die Bohrpfähle weiter bearbeitet.

Auch zwischen Wedringen und Vahldorf, wo die Anschlussstelle Vahldorf West entstehen soll, erwarten den Autofahrer fast täglich Veränderungen. Dort entstehen drei Brückenbauwerke, die stetig in die Höhe wachsen.

Vollsperrung im Frühjahr ist passé

Im September teilte die Landesstraßenbaubehörde mit, dass die umstrittene Vollsperrung im Frühjahr 2021 umgangen wird. Die Vollsperrung war notwendig, um die B 71 n endgültig an die neue Trasse anzuschließen, die um den Ort Wedringen herumführt. Dafür sollte die Ortschaft gesperrt werden. Für diese Variante gab es viel Kritik, da der Verkehr über Neuenhofe umgeleitet werden sollte. Die Anwohner waren wenig begeistert von dieser Variante.

Doch die Vollsperrung wird unnötig, da nun Autofahrer ab dem Ortsausgang Haldensleben mit einer Umfahrungssstraße südlich der B 71 bis zur neuen Anschlussstelle geleitet werden und unter der neuen Brücke entlang nach Wedringen fahren. Für die Behelfsstraße wird derzeit vor dem Euroglas-Gebäude am Ortseingang von Haldensleben alles vorbereitet.

Die Bauarbeiten liegen laut Andreas Boehle im Zeitplan, sodass der Verkehr „aus heutiger Sicht“ Ende August 2021 über die neue B 71 n rollen kann – und Autofahrer und Anwohner aufatmen können.