Döhren l Immer wieder gehen Anmeldungen ein. Das Interesse am Heimattreffen am 9. Juni in Döhren ist groß, so stellen Gudrun Heinecke und Marita Bullmann, bei denen die Fäden zusammenlaufen, fest. Zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 2004 waren unter den mehr als 1 500 Gästen sehr viele Ehemalige. Alljährlich kommen auch ehemalige Döhrener zum Hoffest am ersten Septembersonntag und dann wird nach anderen Ehemaligen gefragt. Viele haben zwar keine Verwandten mehr im 200-Seelen-Dorf, hören aber von Freunden im Ort oder anderen Ehemaligen hin und wieder etwas. So entstand im vergangenen Jahr die Idee, ein extra Treffen zu organisieren, zu dem ehemalige Döhrenerinnen und Döhrener und die heutigen Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen werden, um mal wieder ausgiebig aus alten und neuen Zeiten zu erzählen.

Seitdem wurden Adressen gesammelt und viele, viele Einladungen verschickt. Die heutigen Döhrener informieren Verwandte und Bekannte. Und immer wieder wird beraten, wie man weitere Ehemalige erreichen kann. Auch beim jüngsten Frauentreff in der Kaserne war das Heimattreffen eines der Themen. In Gedanken gingen die Frauen Haus für Haus im Dorf durch und überlegten, wer im Laufe der Jahrzehnte hier gewohnt hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Ort wie fast überall seine Einwohnerzahl fast verdoppelt. Dann kam die Zeit der Ausweisungen, andere flohen über die innerdeutsche Grenze, die das Dorf fast einschnürte. Döhren lag wie in einem Sack. Das Dorf war zu DDR-Zeiten jahrzehntelang nur über eine einzige Straße von Weferlingen aus zu erreichen. Beim Frauentreff jedenfalls wurden weitere Möglichkeiten beredet, Ehemalige wiederzufinden.

Ausstellung mit Döhrener Ansichten

Die Vorbereitung auf das Heimattreffen läuft in Regie des Heimatvereins. Unterstützt wird der Verein von der Freiwilligen Feuerwehr und der Kirchgemeinde. Da seit ein paar Jahren das Dorfgemeinschaftshaus wegen baulicher Mängel nicht genutzt werden kann, soll das Heimattreffen in zwei Garagen beziehungsweise auf dem Hof an der ehemaligen Grenzkaserne stattfinden. „Wir sind Odette Harten-van Hemert sehr dankbar, dass sie uns diese Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“, sagt Marita Bullmann. Die Niederländerin hatte die Kaserne mit ihrem Mann gekauft und bringt sich sehr engagiert ins Dorfleben ein. Odette Harten-van Hemert ist auch der erste Höhepunkt in diesem Jahr im Dorf zu verdanken. Am 13. Mai soll in der Kirche eine Ausstellung mit Ansichten von Odette Harten eröffnet werden. Sie hat sehr eindrucksvolle Bilder von Döhren und Umgebung gemalt. Die Bilder sollen in der Kirche dann bis zum 9. Juni hängen bleiben. Am Tag des Heimattreffens lädt Pfarrer Thomas Vesterling nämlich auch Interessenten zu einer Jubiläumskonfirmation ein. Egal, wie lange die Konfirmation her ist, wer möchte, kann um 14 Uhr an einem besonderen Festgottesdienst teilnehmen.

Das Heimattreffen soll mittags beginnen. Ein Imbisswagen ist bestellt, so dass alle Weitgereisten und auch die Gäste, die nur ein paar Schritte zur Kaserne zurücklegen müssen, sich stärken können. Selbstverständlich wird es auch Kaffee und Kuchen geben. Noch wissen die Organisatoren nicht, wieviel Gäste wirklich kommen werden. Zwar haben sich schon viele angemeldet, aber nicht alle kommen wohl dieser Bitte der Organisatoren nach, meint Marita Bullmann. Bei vielen Älteren kommt es auch darauf an, wie sie sich gerade fühlen, ob sie die Fahrt antreten können. Und eingeladen sind die ehemaligen und heutigen Döhrener natürlich mit ihren Familien. Auch daher ist nicht abzusehen, wie groß der Zuspruch sein wird.

Bei der Vorbereitung des traditionellen Hoffestes am 2. September auf Schenkes Hof wissen die Aktiven sicherer, worauf sie sich einstellen müssen. Das Fest ist inzwischen in seinen Grundzügen Routine. Dennoch gibt es immer wieder Neues, auch in diesem Jahr werden neue Stände hinzukommen. Und die größte Frage ist neben der Sorge um das leibliche Wohl der Gäste alljährlich: Haben wir genug Sitzplätze? Der Heimatverein hat einen sehr großen Bestand an Tischen, Bänken und Stühlen. Dennoch werden immer wieder noch Tische und Stühle ausgeborgt.

Neuenhofer kommen wieder

Die kulturelle Unterhaltung für das Hoffest ist klar. Der Volkstanzkreis Neuenhofe, der vor zwei Jahren schon einmal in Döhren die Festgäste begeistert hat, wird wieder auftreten. Die Tanzgruppen des MTV Weferlingen gehören bereits zum Fest. Sie werden in jedem Jahr mit viel Applaus begrüßt. Und der Posaunenchor aus Emmerstedt, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf Schenkes Hof gespielt hat, wird wiederkommen.

Wer noch einen Stand beim Hoffest aufbauen möchte oder sich zum Heimattreffen anmelden möchte, kann sich an Gudrun Heinecke, Tel. 039061/3467, oder Marita Bullmann, Tel. 039061/2250 wenden.