Hörsingen l Sie sind seit ein paar Tagen zurück aus ihrem Winterquartier in wärmeren Gefilden. Auf dem Hörsinger Storchenhorst gleich neben dem Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde sind zwei Adebare gelandet und haben gleich mit den Aufräumarbeiten für ihr Nest begonnen.

Am Sonntag nutzten sie die ersten Sonnenstrahlen des Morgens, um ihr Gefieder zu putzen und von ihrem erhöhten Standort aus das Treiben zu beobachten. Am Gemeindezentrum nämlich trafen sich mehr als 40 Wanderfreunde zu einer Tour durch die Natur in den Frühling.

In diesem Jahr geht es auf den Touren durch den Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt zu den „verborgenen Schätzen“. Pilgern liegt nämlich voll im Trend“, sagt Kirchenvorstand Anke Pfeiffer. Und pilgern heißt nichts weiter als unterwegs sein. Dabei müsse man gar nicht auf dem Jakobsweg in Richtung Santiago de Compostela unterwegs sein, Pigern geht auch direkt vor Ort, egal, ob man einmal dem Alltag entfliehen möchte oder einfach nur mal Gott begegnen, so die Hörsingerin.

Bilder

Viele Relikte der Vergangenheit ruhen in Feld, Wald und Flur der Umgebung, weitestgehend unbeachtet von Mensch und Tier. Ihnen nachzustöbern, ist der Kirchenkreis nach den Erfolgen der Wanderungen des vergangenen Jahres erneut angetreten.

Geschichten

Die Hörsinger führten ihre Gäste zum Hindenburgstein, der im Wald in Richtung Eimersleben zu finden ist. Anke Pfeiffer hatte die dazu passenden Geschichten parat, hatte sich über seine Bedeutung, die Verbindung zu den Alvenslebens und was es mit einem Hirsch auf sich hat informiert.

Pfarrerin Esther Spenn hatte die Begrüßung übernommen und wünschte allen ein paar unbeschwerte Stunden auf dem Weg durch die Feldmark.

Eine Rast hatten die Hörsinger in Alis Ruh vorbereitet. Nach rund vier Stunden Spaziergang wollte die Gruppe wieder in Hörsingen ankommen, wo in der Stephanuskirche schon Orgelklänge warteten, die genossen werden konnten, während die schmerzenden Füße ein wenig Erholung fande. Zum Ausklang lud die Kirchengemeinde Hörsingen dann noch in ihr Gemeindezentrum ein, wo Kaffee und Kuchen, Würstchen und kalte Getränke zur Stärkung der Wanderschar schon vorbereitet waren.

Die Störche beobachteten die eintreffende Wanderschar wieder unbeeindruckt vom Trubel am Fuße von ihrem sicheren Nest auf dem Schornstein aus.