Haldensleben l Mehr als 2.600 Tonnen Streusalz warten auf ihren Einsatz. In den kommenden Wintermonaten werden sie auf den Kreisstraßen in der Börde verteilt werden. Der Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung des Landkreises Börde ist dafür verantwortlich, dass es auf den 586 Kilometern Kreisstraßen zwischen Oebisfelde, Burgstall und dem Sülzetal nicht zu einer Rutschpartie kommt. Hinzu kommen noch etwa 50 Kilometer Fahrradwege sowie Zufahrten und Parkplätze von kreiseigenen Liegenschaften, die von den Mitarbeitern geräumt und gestreut werden müssen.

Bei „normalem“ Frostwetter fährt der Eigenbetrieb in zwei Schichten mit jeweils zehn Mitarbeitern. In Härtefällen, beispielsweise bei heftigen Schneefällen beziehungsweise Schneeverwehungen, werden bis zu acht weitere Mitarbeiter hinzugezogen. „Insgesamt werden täglich zehn Touren mit jeweils 30 bis 40 Kilometern Strecke gefahren“, erklärt Klaus Glemnitz, Stützpunktleiter des Eigenbetriebs in Haldensleben.

Kontrollfahrten auf zehn Routen

Aber auch wenn noch kein Glatteis die Straßen heimgesucht hat, fahren die Straßenwärter ihre zehn Routen ab. Nur durch regelmäßige Kontrollfahrten können sie sich sicher sein, dass sich noch nirgendwo Glatteis gebildet hat. Für ihre Touren stehen den Mitarbeitern vier Lkw, vier Unimog und zwei Multicar zur Verfügung.

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Da das für das riesige Kreisgebiet aber nicht ausreichend ist, sind zusätzlich drei im Landkreis ansässige Firmen mit vier Lkw und einem Kleingeräteträger für den Winterdienst auf Kreisstraßen und an kreiseigenen Liegenschaften mit beauftragt.

„Je nach Wetterlagen werden zwischen 5 und 40 Gramm Salz pro Quadratmeter gestreut“, erklärt Klaus Glemnitz. In einen Streuwagen passen zwischen zwei und fünf Kubikmeter. Damit das Salz nicht jedes Mal aus dem knapp 1.000 Tonnen fassenden Lager in der Haldensleber Schützenstraße geholt werden muss, gibt es insgesamt fünf Stützpunkte über den Landkreis verteilt, wo das Streugut gelagert wird.

Antizyklisch einkaufen

Beim Einkauf des Salzes gilt es den richtigen Moment abzupassen, erklärt Betiebsleiterin Karin Neuendorf. Damit man für den Winter gerüstet ist, wurde in diesem Jahr bereits im Sommer zugeschlagen. Da war der Preis günstiger. Denn dem Erwerb des Streugutes geht eine öffentliche Ausschreibung voran, da wolle man natürlich den besten Preis erwischen.

Pünktlich zum ersten Frost hat sich Landrat Martin Stichnoth am gestrigen Mittwoch von den Vorbereitungen für den Winter ein Bild gemacht. „Ich bin von der Einsatzfähigkeit unseres Winterdienstes überzeugt“, so der Landrat.