Mühlenholz

620 Kilometer bis zum Havelberger Opeltreffen

Die Festwiese im Mühlenholz zeigte sich am Wochenende so belebt wie beim Pferdemarkt. Das große Interesse galt dem 5. Opeltreffen der Havelberger Opelfreunde.

Von Dieter Haase
Die beiden Fahrzeugbewerter Enrico Haecker aus Kremmen und Tobias Bahrke aus Nienburg nehmen den Opel Vectra A von Benjamin Lux (von rechts) aus Hamburg in Augenschein.
Die beiden Fahrzeugbewerter Enrico Haecker aus Kremmen und Tobias Bahrke aus Nienburg nehmen den Opel Vectra A von Benjamin Lux (von rechts) aus Hamburg in Augenschein. Foto: Dieter Haase

Havelberg - „Es sind die 400 Teilnehmer geworden, mit denen wir gerechnet haben“, freute sich die Vorsitzende der Havelberger Opelfreunde Stefanie Janke und meinte damit maßgeblich die Anzahl der Opel-Pkw, die auf den Festplatz gefahren waren. Am Freitag riss die Warteschlange am Einlass kaum ab, und auch am Sonnabend reiste noch der ein und andere Opelliebhaber an. „Ich finde, dass das fünfte das bisher beste Opeltreffen hier in Havelberg ist“, lautete nicht nur ihre Meinung.

Kleiner Rummel begeistert Jung und Alt

Für Zugkraft sorgten allerdings nicht allein nur die schicken Autos. Sondern auch Schausteller Nico Nachtigall, der Autoscooter, Kinderkarussell und Süßigkeitenstände aufgebaut hatte. „Niemals hätte ich es für möglich gehalten, schon nach dem Freitag so sehr zufrieden zu sein“, berichtete er. Denn der Andrang an diesem Tag riss nicht ab. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden nicht. „Wir hatten bis morgens um 2 Uhr im Autoscooter-Geschäft zu tun. Wobei ich die Musik schon früher ausstellte, um die Ruhe auf dem Platz nicht zu stören“, erzählt sein Sohn Jeremy (18). Beide sind sich einig: „Wenn es nächstes Jahr terminlich zu machen ist, dann wollen wir wieder beim Opeltreffen in Havelberg dabei sein.“ Nicht nur die Kinder der Teilnehmer am Treffen zeigten sich begeistert von dem Angebot. Sondern der kleine „Rummel“ lockte auch Klein und Groß aus Havelberg auf die Festwiese ins Mühlenholz.

Schnelltests wurden möglich gemacht

„Ich glaube, so viele Tagesbesucher hatten wir hier noch nie“, resümierte Stefanie Janke. Wobei die bis 18-Jährigen nicht einmal gezählt wurden, weil sie ohne weiteres Einlass erhielten. Alle anderen mussten der drei G bei den Organisatoren bescheinigen. Also Geimpft, Getestet oder Genesen. Um jedoch niemanden wieder nach Hause schicken zu müssen, boten die Organisatoren auch Schnelltests für Besucher an, was sehr guten Anklang fand.

Die Havelberger Feuerwehr leistete mit einer Übung auf dem Festgelände ihren Beitrag zum Gelingen des 5. Opeltreffens im Mühlenholz.
Die Havelberger Feuerwehr leistete mit einer Übung auf dem Festgelände ihren Beitrag zum Gelingen des 5. Opeltreffens im Mühlenholz.
Foto: Dieter Haase

Zuverlässige Helfer

Insgesamt konnten sich die Havelberger Opelfreunden übrigens auf rund 20 Helferinnen und Helfer verlassen. Und darüber hinaus auf „eine prima Zusammenarbeit“, wie es hieß, mit den Versorgern Udo Blümner und Thomas Kortegast.

Bei dem am weitesten angereisten Teilnehmer zum Opeltreffen handelte es sich um eine Frau. Nämlich um Jasmin Perrasch aus Fürstenfeldbruch in Bayern. Entfernung bis nach Havelberg: 620 Kilometer. „Überhaupt ist Bayern in diesem Jahr recht stark vertreten“, so Stefanie Janke.

Fast ohne Pause drehten die Autoscooter von Schausteller Nico Nachtigall aus Nackel drei Tage lang ihre Runden. Bis spät in die Nacht hinein.
Fast ohne Pause drehten die Autoscooter von Schausteller Nico Nachtigall aus Nackel drei Tage lang ihre Runden. Bis spät in die Nacht hinein.
Foto: Dieter Haase

61 Pokale am Sonntag verliehen

Eine lange Arbeitszeit auf dem Festplatz hatten am Sonnabend Enrico Haecker aus Kremmen und Tobias Bahrke aus Nienburg. Beide haben bisher keines der Havelberger Opeltreffen versäumt, „als Fahrzeugbewerter sind wir hier jedoch zum ersten Mal unterwegs“, berichteten sie. „Bis wir damit fertig sind, könnte es Abend werden. Denn wir haben über 150 Fahrzeuge zu begutachten.“ Nach ihren Bewertungen sind am Sonntag insgesamt 61 Pokale und Sonderpokale in den verschiedensten Kategorien verliehen worden.

Hamburger gefällt familiäre Atmosphäre

Benjamin Lux aus Hamburg stellte den beiden Begutachtern seinen Opel Vectra A, Baujahr 1993 vor. Das Alter war dem aufgemöbelten und sehr gepflegten Auto aber überhaupt nicht anzusehen. „Ich hoffe, vielleicht einen Pokal abzubekommen“, so Benjamin Lux. „Auf einem Treffen in Havelberg bin ich jetzt zum zweiten Mal. Und werde sicherlich auch ein drittes Mal kommen. Denn mir gefällt vor allem, dass es hier so familiär zugeht. Auch zwischen Leuten, die sich vorher noch nie gesehen haben. Und zudem finde ich es echt entspannend hier auf dem Platz. Absolut kein Stress.“

Dankeschön an die Stadt Havelberg

Stefanie Janke möchte es nicht vergessen, „der Stadt Havelberg für ihre großartige Unterstützung Dankeschön zu sagen“. So habe sie völlig unbürokratisch für die notwendigen Mäharbeiten auf der Festwiese gesorgt und die Bühne für die Abendveranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Stefanie Janke, Vorsitzende der Havelberger Opelfreunde.
Stefanie Janke, Vorsitzende der Havelberger Opelfreunde.
Foto: Dieter Haase