Kamern l „Viel Arbeit auf dem Fußballplatz“ titelte die Volksstimme im Dezember, als der letzte Blumenstrauß des Jahres 2015 verliehen wurde. Ihn erhielt Peter Hartmann aus Kamern, der sich dort als Platzwart ehrenamtlich um die Pflege der Anlage kümmert. Da hat er es auch mit kleinen Tieren beziehungsweise ihren Hinterlassenschaften zu tun: die Sandhügel der Maulwürfe. Die sind Stolperfallen für die Fußballer, außerdem leidet der Rasen darunter.

Nur eine der Aufgaben, die Peter Hartmann erledigt. Da muss das Spielfeld regelmäßig gemäht und gewalzt werden, die weißen Linien sind abzukreiden und auch die Netze im Tor spannen sich nicht von alleine auf. Die Bänke für Zuschauer und Spieler sind zu reparieren. Im Herbst muss das Laub der Eichen beseitigt werden.

Vor allem nach der Flutka­tastrophe im Sommer 2013 gab es nicht nur für Peter Hartmann viel Arbeit auf dem damals komplett überfluteten Platz. Neben vielen Dingen war auch sein Rasentrecker abgesoffen – mit Hilfe von Spenden wurde ein neuer beschafft. Auch 2015 gab es wieder allerhand Arbeit für den Platzwart, war doch der Fußballplatz ein Jahr lang nicht mehr bespielt worden. Er ist froh, dass es seit dieser Saison nach einem Jahr Pause wieder eine Fußballmannschaft in Kamern gibt: „Da ist hier wieder ein bisschen was los!“

Im Schnitt kommen um die 50 Zuschauer zu den Begegnungen, maximal waren es schon mal knapp 130. Es geht auf dem Platz bei den Spielen immer ganz familiär zu. Die Gymnastikfrauen backen Kuchen, der verteilt wird. Der Jederitzer Holger Krone trainiert das Empor-Team, es spielt in der Kreisliga und ist als Spitzenreiter in die Winterpause gegangen. Ehemalige Spieler hatten sich zurückgemeldet, um wieder gemeinsam zu kicken. Hinzu kamen Spieler aus Wulkau, Schönfeld, Jederitz, Sandau und Havelberg. Zum Stamm gehören derzeit 16 bis 18 Spieler.

Peter Hartmann hatte seit den 1970er Jahren selbst aktiv Fußball gespielt. Angefangen hatte er unter dem Trainer Peter Staats. Er war Linksaußen im Sturm. Gespielt wurde in einer Union mit Genthin. „Außerdem war er etwa 20 Jahre lang als Schiedsrichter tätig“, ergänzte Wolf-Dieter Busse vom Empor-Vorstand, der den Platzwart auch für die Ehrung mit dem Blumenstrauß vorgeschlagen hatte.

Abgestimmt werden kann per Online-Voting oder per Facebook. Mitmachen lohnt sich, denn unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost.