Jugendarbeit

Bänke in Klietz laden jetzt wieder zum Verweilen ein

Jugendliche strichen beim Arbeitseinsatz in Klietz Bänke / Justiq-Projekt hilft bei der Berufsfindung

Von Ingo Freihorst
Auf der Klubterrasse wurden tags zuvor die ersten Bänke gestrichen – hier von Johanna und Klubbetreuerin Uta Freihorst . Foto: Ingo Freihorst

Klietz

Schön anzusehen waren die Bänke, welche in der Damm- und der Ringstraße in Klietz eigentlich zum Verweilen einladen sollen, schon lange nicht mehr. Das Holz war verwittert, teils morsch, vom Betonsockel blätterte die Farbe. Die Bauhofmitarbeiter demontierten die defekten Hölzer vom Sockel und schraubten neue an, dann brachten sie die Holzteile zum Jugendklub. Hier sorgten Betreuerin Uta Freihorst und Johanna für einen neuen Farbanstrich.

Anderntags wurde ausgeschwärmt, um die Sockel mit weißer Farbe zu versehen. Nicht alle Bänke waren demontiert, diese wurden nun vor Ort mit Farbe versehen. Insgesamt sieben Bänke zwischen der einstigen Sparkasse und der Gaststätte „Zur Tanke“ wurden von vier Jugendlichen farblich aufgefrischt – und laden somit wieder zum Verweilen ein. Als Dankeschön für die fleißigen Maler gab es Nudeln mit Tomatensoße – ganz corona-konform auf der Klubterrasse. Der nächste Einsatz ist bereits am Sonnabend geplant.

Mikroprojekt wird über den Sozialfonds ESF gefördert

Das Mikroprojekt Justiq wird über den europäischen Sozialfonds ESF gefördert. Dabei wird Jugendlichen Hilfestellung bei der Berufsfindung und - wahl gegeben. Zum Beispiel auch beim Verfassen von Bewerbungen. Aktuell werden in Klietz sowie im Havelberger Jugendzentrum über 30 Jugendliche aus mehreren Orten betreut. Die aktuelle Förderperiode steht unter dem Motto „Gesellschaftliches Miteinander im Elbe-Havel-Winkel“, sie läuft seit 2019 und endet im Juni 2022.

Etliche Aktionen sind seit 2017 in Klietz bereits gelaufen – in jenem Jahr war auch Klubbetreuerin Uta Freihorst mit dem Projekt betraut worden. Im Jugendzentrum Havelberg betreut ihr Kollege Helmut Streuer dieses Projekt. In Klietz räumten die Jugendlichen im Vorjahr den Naturlehrpfad um den großen See auf, strichen das Terrassendach am Klub und säuberten die Badestelle samt dem Beachplatz. Zudem wurden in den Vorjahren Räume im Klub gemalert und defekte Fliesen ausgetauscht. Das Holzhaus auf dem Fußballplatz war ebenso gestrichen worden wie Zuschauerbänke sowie der Zaun vorm Schullandheim .

Öfters schon stand das Säubern des Beachplatzes hinterm Klub auf dem Plan, am Seniorenklub wurde Laub gesammelt und die Weitsprunganlage vom Trimm-Dich-Pfad zusammen mit dem Bauhof repariert. Doch nicht nur in Klietz waren Jugendliche aktiv. So half man beim Dorffest in Scharlibbe bei der Betreuung der Hüpfburg und war im Rahmen der MDR-Aktion „Mach dich ran“ beim Arbeitseinsatz am See. Im Schollener Klub reparierten Justiq-Helfer Sitzgruppen und tauschten den Bodenbelag aus. Auch bei den alljährlichen Freiwilligentagen in Havelberg, Nitzow und Schönhausen packten Justiq-Helfer bereits mit an.

Wegen der Pandemie fallen seit längerem auch all jene Messen aus, welche sich der Berufswahl widmen. Um so wichtiger werden solche Projekte wie Justiq. Wer Unterstützung erhalten möchte (Maximalalter 26 Jahre), kann sich in den örtlichen Jugendklubs melden.

Die Brüder Tom und Dominic strichen ein Bankfundament am Platz vor der einstigen Sparkasse, auf der anderen Seite tun dies die Schwestern Julie und Johanna mit Betreuerin Uta Freihorst.
Foto: Ingo Freihorst